Eine Pflegekraft spricht mit dem im Bett liegenden Patienten und misst dabei den Blutdruck.

Liebe Patientin, lieber Patient,

Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden haben für uns oberste Priorität. Unsere erfahrenen und versierten Teams aus Medizin, Pflege und Therapie stehen Ihnen bei Diagnostik und Therapie mit ihrem ganzen Können zur Seite.

Darüber hinaus haben wir spezielle Einrichtungen, die sich um nichts anderes als um die Sicherheit aller Menschen im Krankenhaus kümmern. Sie haben Verfahren entwickelt, führen Prüfungen durch und gehen wachen Auges durch unsere Kliniken und Praxen, um eine hohe Qualität unserer Leistungserbringung abzusichern und Gefahrenquellen rechtzeitig zu erkennen.

Aber auch Sie können mithelfen, Schwierigkeiten aus dem Weg zu gehen. Dazu geben wir Ihnen im Folgenden immer wieder rot markierte Tipps.

Nachdem Sie in unserem Klinikum angekommen sind, erfolgen verschiedene Maßnahmen, die Sicherheitsrisiken minimieren sollen.

Person mit Handschuh führt Gefäß mit Blutprobe in ein modernes Messgerät
Am Anfang stehen die Vorbereitungsgespräche für Untersuchungen oder Eingriffe

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter führen vor jedem Eingriff ein Aufklärungsgespräch mit Ihnen. In diesem Gespräch werden Ihnen Abläufe und eventuelle Risiken erklärt und Ihre Fragen besprochen. Als gut informierte/r Patient/in können Sie sich besser darauf einstellen, was auf Sie zukommt und so Ängste abbauen.

Ganz wichtig: Wenn Sie etwas nicht verstanden haben, fragen Sie gerne nach!

Multiresistente Erreger

Patientinnen und Patienten mit einem hohen Risikopotenzial für diese Art der Erreger werden bereits bei der Aufnahme in die Klinik auf bestimmte Erreger getestet. Dies geschieht beispielsweise durch Abstriche von Nase, Rachen und Wunden. Teilen Sie uns bei der Aufnahme mit, wenn Sie …

  • Kenntnis von einer Besiedlung mit einem multiresistenten Keim haben,
  • in den letzten sechs Monaten eine Antibiotikatherapie erhalten haben,
  • in den zurückliegenden 12 Monaten einen stationären Krankenhausaufenthalt von mehr als drei Tagen hatten,
  • im Ausland waren, z. B. Südeuropa, Nordafrika, Asien
  • beruflich direkten Kontakt zu Tieren haben oder
  • eine chronische Wunde (Hautulkus, Gangrän oder tiefe Weichteilinfektionen) haben.
Namensschilder

Während Ihres Krankenhausaufenthaltes kommen Sie mit vielen verschiedenen Menschen in Kontakt. Spezialisten in den diagnostischen Abteilungen, Pflegekräfte und Ärzte, Physiotherapeuten, Mitarbeiter des Service und der Verwaltung. Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter mit dem Sie in Kontakt kommen, tragen alle ein Namensschild, damit Sie wissen, wer Ihnen gerade begegnet. Fragen Sie im Zweifel auch gerne nach.

Patientenidentifikationsarmband

Die Patientinnen und Patienten erhalten – ihr Einverständnis vorausgesetzt – ein Patientenidentifikationsarmband mit Namen, Geburtsdatum und einem Barcode. Bitte nehmen Sie das Patientenarmband bis zur Entlassung nicht ab, da es Ihrer Sicherheit dient und vor Verwechslungen schützt. Sollten Sie es verlieren, bitten Sie um ein neues.

Natürlich achten wir auch während Ihres Untersuchungs- und Behandlungsprozesses bei uns auf Ihre Sicherheit – helfen Sie auch dabei mit.

Das Patientenarmband ist bereits bei der regelmäßigen Erfassung Ihrer Vitalparameter von großer Bedeutung. Der moderne, computergestützte Apparat, der bei Ihnen – auch auf Normalstation – die Vitalparameter misst, benötigt den Barcode auf Ihrem Armband. Darüber ordnet er die Ergebnisse Ihrer digitalen Patientenakte zu. So können zum Beispiel Visiten mit aktuellen Daten vorbereitet werden.

Infektionen vorbeugen

Wo sich Menschen auf engem Raum begegnen, erhöht sich die Gefahr einer Übertragung von Krankheitserregern. Die Einhaltung von Hygienemaßnahmen ist daher sehr wichtig.

Vor und nach einer Untersuchung sowie bei Tätigkeiten mit Übertragungsrisiko erfolgt die gründliche Händedesinfektion. So schützen wir Sie, aber auch andere Patientinnen und Patienten sowie uns selbst vor möglichen Krankheitserregern.

Sie als Patientin oder Patient werden ebenfalls sehr dringend gebeten, sich die Hände zu desinfizieren, wenn Sie…

  • das Zimmer oder die Station betreten oder verlassen,
  • Untersuchungsbereiche betreten oder verlassen,
  • das Klinikgebäude betreten oder verlassen,
  • Nahrung zu sich nehmen wollen und
  • nach Kontakt mit Schleimhäuten (nach dem Nase putzen und der Toilettenbenutzung).

Bitten Sie auch Ihren Besuch, sich die Hände immer wieder gründlich zu desinfizieren.

Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) - Sichere Medikamenteneinnahme

Kaum ein Klinikaufenthalt verläuft ohne die Einnahme von Medikamenten Damit wir Sie im Krankenhaus optimal versorgen können, bringen Sie bitte Ihren aktuellen Medikamentenplan mit Angaben zur Dosierung mit in die Klinik.

Informieren Sie uns bitte auch über rezeptfreie Medikamente, die Sie einnehmen. Verzichten Sie darauf, während Ihres Krankenhausaufenthaltes Medikamente einzunehmen, die nicht mit dem ärztlichen Personal besprochen wurden.

Sollte Ihnen ein Medikament unbekannt sein, fragen Sie gerne nach.

Bei der Entlassung stellen wir Ihnen einen Medikamentenplan aus.

AMTS ist die Gesamtheit der Maßnahmen zur Gewährleistung eines optimalen Medikationsprozesses mit dem Ziel, Medikationsfehler und damit vermeidbare Risiken für den Patienten bei der Arzneimitteltherapie zu verringern. So erfolgen die Bereitstellung der Medikamente nach dem Vier-Augenprinzip. Die Bereitstellung, die Kontrolle und die Medikamente-Gabe sind digital dokumentiert.

Unsere Klinik-Software meldet dem ärztlichen Dienst bei Anordnung von Medikamenten automatisch, wenn Wechselwirkungen auftreten oder Dosierungen angepasst werden sollten

Stürze vermeiden

Stürze lassen sich nie zu 100 Prozent vermeiden – weder zu Hause, unterwegs noch im Krankenhaus. Gerade im Krankenhaus gibt es Risikofaktoren, die zu Stürzen führen können. So befinden Sie sich in einer ungewohnten Umgebung und sind möglicherweise in Ihren Bewegungen eingeschränkt.

Bei Aufnahme prüfen wir Ihr persönliches Sturzrisiko und beraten Sie im Hinblick auf die Sicherheit Ihres Schuhwerks. Unsere Pflegekräfte zeigen Ihnen das Bad sowie die wichtigsten Wege auf Station, damit Sie sich auch nachts zurechtfinden. Wir sorgen dafür, dass Sie jederzeit eine Klingel griffbereit haben.

Auch Sie können dazu beitragen, Stürze zu vermeiden:

  • Achten Sie auf geschlossenes Schuhwerk ohne Absatz.
  • Nutzen Sie die Klingel, wenn Sie beim Aufstehen und Laufen Hilfe benötigen.
  • Stehen Sie nur alleine auf, wenn Ihnen dies empfohlen wurde.
  • Wenn Sie Gehhilfen nutzen, klingeln Sie, falls Sie etwas aus dem Schrank benötigen
Druckgeschwüre vermeiden

Ein Druckgeschwür (Dekubitus) ist eine Schädigung der Haut durch Druckbelastung, die in stärkerer Ausprägung auch langwierige Komplikationen bereiten kann. Zu den Risikofaktoren für einen Dekubitus zählen:

  • starker Druck über längere Zeit auf eine Körperregion (etwa durch Bettruhe),
  • falsche Belastung einer Körperstelle, etwa durch Lähmung oder Missempfindung,
  • vorgeschädigtes Gewebe oder ein bereits vorhandener Dekubitus,
  • örtliche und allgemeine Durchblutungsstörung,
  • Körperstellen, an denen die Haut am Knochen unmittelbar anliegt,
  • Unter- oder Übergewicht.

Bei der Aufnahme ins Krankenhaus fragen wir Sie nach Ihren Risikofaktoren und beurteilen Ihr Dekubitus-Risiko. Sollte dieses erhöht sein, leiten wir zum Beispiel folgende Maßnahmen ein:

  • Bewegungsförderung und Mobilisation: Wir unterstützen Sie durch Hilfsmittel und beraten Sie bei deren Anwendung.
  • Druckentlastung: Wir setzen druckreduzierende Hilfsmittel ein, wenn Ihnen eine ausreichende Bewegungsförderung bzw. Druckentlastung nicht möglich ist.
  • Hautpflege: Wir kontrollieren die gefährdeten Hautstellen engmaschig und pflegen die Haut Ihrem Hauttyp entsprechend.

Sie können Ihr Risiko senken und uns unterstützen, indem Sie auf eine ausreichende Bewegung und Mobilisation achten. Bewegen Sie sich aktiv im Bett, schon kleinste Lageveränderungen führen zur Druckentlastung. Tragen Sie gutsitzende Schuhe, die nicht zu eng sind.

Checklisten rund um die Operation

Checklisten sind in der Luftfahrt ein bewährtes Kontroll-Instrument, um die Sicherheit durch Vermeidung unerwünschter Ereignisse zu verbessern. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass durch den Einsatz von Checklisten vor, während und nach einer Operation Fehler erkannt und vermieden werden. Sie dienen dazu, die Sicherheit rund um Operationen zu erhöhen. So fragen wir Sie vor der Operation / Endoskopie („Team Time Out“) noch einmal nach wichtigen Symptomen, Medikationen und Erkrankungen und markieren den Teil des Körpers, an dem der Eingriff stattfindet, mit einem Stift.

Vor Einleitung der Narkose fragen wir Sie noch einmal nach Ihrem Namen und Geburtsdatum und bitten Sie, uns genau zu zeigen und zu sagen, welcher Teil des Körpers operiert werden soll.

Visiten und Abstimmungsprozesse

In der gemeinsamen Visite mit Arzt bzw. Ärztin und der Sie betreuenden Pflegekraft sprechen wir mit Ihnen über die geplanten diagnostischen, therapeutisch-medizinischen sowie pflegerischen Maßnahmen. Wenn Sie etwas nicht verstanden haben, so fragen Sie gerne nach.

Jede Station hat feste Visitenzeiten, zu denen Sie sich bitte in Ihrem Zimmer aufhalten sollten. Die genauen Zeiten erfahren Sie vom Stationspersonal.

Wenn Sie – oder Ihr Bettnachbar – Sprachprobleme haben: Wir verfügen im Klinikum über eine Dolmetscherliste, um sprachliche Schwierigkeiten zu überbrücken.

Hygienemanagement und Infektionsprävention / Tipps für Besucher

Das Klinikum Nordfriesland legt großen Wert auf die Einhaltung der Hygienevorgaben und die Vermeidung von Infektionen. Dafür sorgt eine eigene Abteilung mit gut geschulten Spezialisten, die von Hygienebeauftragten in der Abteilung unterstützt werden.

Unterstützen Sie uns in der Infektionsvermeidung durch die Einhaltung folgender Regeln:

  • keine Besuche im Krankenhaus, wenn die Besucher selber erkrankt (Erkältung, Grippe, Magen-Darm-Erkrankungen mit Durchfall / Erbrechen) sind,
  • keine leicht verderblichen Nahrungsmittel als Geschenk mitbringen (selbstgemachte Warmspeisen, Eiersalat, Joghurt, verderbliches Obst…),
  • auf Blumen verzichten,  
  • regelmäßige Händehygiene, entsprechende Spender sind überall verfügbar,
  • Besuche nur in kleinen Gruppen und möglichst kurzhalten,  
  • Patientenzimmer regelmäßig stoßlüften,
  • nicht an Wunden, Kathetern, Pflastern, Venenkathetern oder Infusionen manipulieren,

Fragen Sie nach, wenn Sie in einer Situation unsicher sind.

Interne Instrumente zur Patientensicherheit

Wir wenden ein „Critical Incident Reporting System (CIRS)“ an. Es ist ein sanktionsfreies Meldesystem über Beinah-Ereignisse und Zwischenfälle. Das System stammt ebenfalls ursprünglich aus der Luftfahrt. Der Einsatz eines CIRS wird mit dem Ziel verfolgt, sicheres, unkompliziertes und anonymes wechselseitiges Lernen aus kritischen Ereignissen zu ermöglichen.

Darüber hinaus werden durch das Qualitätsmanagement und die Krankenhaushygiene interne Sicherheitsaudits mit dem Ziel durchgeführt, gemeinsam mit den Mitarbeitenden und Führungsverantwortlichen mögliche Fehlerquellen aufzuspüren und abzustellen.

Alle Mitarbeitenden im Klinikum müssen jährlich an Pflichtfortbildungen zum Brandschutz, zum Datenschutz, zur Arbeitssicherheit, zur Hygiene und zur Reanimation teilnehmen.

Beschwerdemanagement

Unser Beschwerdemanagement dient dazu, die Patientenzufriedenheit zu erhöhen. Aus Ihren Beschwerden werden Verbesserungspotentiale abgeleitet und Prozesse optimiert. Wenn Sie einen Grund zur Beschwerde haben, so zögern Sie nicht mit uns Kontakt aufzunehmen. Über Lob freuen wir uns natürlich auch.

Brandschutz – Helfen Sie mit!

BRANDSCHUTZ wird in unserem Klinikum großgeschrieben. Im laufenden Betrieb und bei allen Baumaßnahmen wird mit Akribie auf den Brandschutz geachtet. Die Sicherheitseinrichtungen werden auf dem aktuellen Stand gehalten und entsprechend gewartet. In den Kliniken sind Brand- und Rauchmeldeanlagen installiert.

Dennoch sind wir natürlich auch auf Ihre Mithilfe angewiesen.

Machen Sie sich auf Station mit den Fluchtwegen vertraut!

Aus Sicherheitsgründen ist das Anzünden von Kerzen oder sonstigem offenen Feuer in den Einrichtungen des Klinikums ausdrücklich untersagt. Ebenso gilt in allen Gebäuden des Klinikums Nordfriesland und auch auf den Standort-Geländen ein grundsätzliches Rauchverbot, das auch für E-Zigaretten gilt.

Rauchen ist nur in den ausgewiesenen Raucherzonen gestattet.

Zigarettenreste müssen in den speziell an diesen Orten aufgestellten Behältern bzw. Aschenbechern sicher entsorgt werden.

 

Bitte befolgen Sie im Fall eines etwaigen Brandes folgende Verhaltensregeln:

  • Melden Sie jeden Brand sofort
  • Druckknopfmelder und Notruf (s. "Verhalten im Brandfall")!
  • Schließen Sie die Türen, damit sich der Brandherd nicht ausweitet!
  • Bewahren Sie Ruhe!
  • Befolgen Sie die Anweisungen des Klinikpersonals.
  • Warnen Sie gefährdete Personen und helfen Sie Hilflosen.
  • Informieren Sie sich über "Ihren" kürzesten Fluchtweg.
  • Benutzen Sie die ausgeschilderten Fluchtwege.
  • Benutzen Sie im Brandfall keine Aufzüge (Erstickungsgefahr!)

Es erfolgen regelmäßige Brandschutzunterweisungen und -übungen. Die Matratzen in den Klinikbetten sind spezielle Rettungsmatratzen, die im Falle der Räumung einzelner Bereiche für den Patiententransport eingesetzt werden können. 

Datenschutz

Alle Beschäftigten unserer Einrichtungen sind verpflichtet, persönliche Daten, die im Verlauf Ihrer Behandlung in Ihrer Patientenakte gesammelt werden, streng vertraulich zu behandeln. Aufgrund der Schweigepflicht und des Datenschutzes genießen Sie als Patientin oder Patient die Vertraulichkeit, die Ihnen zusteht. Lediglich mitbehandelnde Ärztinnen und Ärzte sowie Ihr Haus- und / oder Facharzt erhalten die im Rahmen der Behandlung notwendigen Informationen.

Das ist auch der Grund dafür, dass wir am Telefon keine Auskunft über Patientinnen und Patienten geben.

Ihre Sicherheit ist uns wichtig.

Das Bild zeigt eine Patientin in einem Intensivbett. Medikamentenpumpen sind zu sehen. Eine Pflegekraft nimmt eine Einstellung an einem Überwachungsgerät vor.