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Klinikum Nordfriesland

Modernes OP-Verfahren an der Rotatorenmanschette (Klinik Husum)

Die Abteilung Unfallchirurgie, Orthopädie und Wirbelsäulenchirurgie der Klinik Husum unter Leitung von Dr. Rainer Kirchner bietet mit dem „InSpace©-Schulterballon“ ein modernes OP-Verfahren zur Behandlung von Verletzungen der so genannten „Rotatorenmanschette“ der Schulter an.

Unter der Rotatorenmanschette wird eine Gruppe von vier Muskeln und ihren Sehnen verstanden, deren Hauptaufgabe neben der Bewegung im Schultergelenk die Stabilisierung des Oberarmkopfs im Schultergelenk ist. Diese Manschette verbindet den Oberarmknochen mit dem Schulterblatt und bildet einen Schutz um das Gelenk. So wird verhindert, dass der Oberarmkopf aus der flachen Gelenkpfanne des Schultergelenks auskugelt.

Das häufigste Verletzungsmuster ist ein Riss in dieser Rotatorenmanschette. Er kann entweder durch eine akute Verletzung zum Beispiel durch einen Unfall oder aber auch durch Verschleiß verursacht werden. Wenn die Sehnen oder Muskeln dieser Schulter-Manschette reißen, verringert sich der Bewegungsumfang der Schulter, da der Oberarmkopf in Richtung des Schulterdachs nach oben „wandert“ und dadurch die Bewegungen starke Schmerzen verursachen. Dieser Schmerz kann auch häufig während der Nacht auftreten und strahlt gelegentlich in den Arm aus.

Ein vollständiger Defekt dieser Rotatorenmanschette wird nicht von selbst verheilen und daher wird üblicherweise eine Operation notwendig. Nicht immer gelingt – zum Beispiel bei sehr großen Defekten oder Verletzungen, die sehr lange zurückliegen – eine vollständige Rekonstruktion der Rotatorenmanschette und die Implantation einer Schultergelenks-Endoprothese droht.

Der „InSpace©-Schulterballon“ kann bei diesen Verletzungen ein Therapie-Option sein. Die Implantation erfolgt in der „Schlüsselloch-Technik“ (also arthroskopisch) in Vollnarkose. Durch das Einbringen des Schulterballons zwischen dem Oberarmkopf und dem Schulterdach („Akromion“) und das Auffüllen mit Kochsalzlösung wird zwischen den knöchernen Strukturen wieder ein Abstand geschaffen.

Dies stellt die natürliche Gelenkmechanik wieder her - der „InSpace©-Schulterballon“ fördert dabei ein reibungsfreies Gleiten in Hinsicht auf das umliegende Gewebe – und ermöglicht bei chronischen, massiven und irreparablen Defekten der Schultermanschette eine Kompensation der Funktion durch die verbliebene Muskulatur. Ein Folgeeingriff zur Entfernung des Ballons entfällt, da dieser sich im Laufe der Zeit (ca. ein Jahr) vollständig auflöst.

Die Implantation des „InSpace©-Schulterballons“ wird normalerweise den vor der OP bestehenden Schmerzzustand erheblich reduzieren und den Patienten bei der Verbesserung der Schulterbeweglichkeit optimal unterstützen. Nach der Ballon-Implantation sollten schnelle und plötzliche Bewegungen, sowie das Heben von schweren Gegenständen vermieden werden.

Ein spezielles Übungsprogramm im Therapiezentrum Nord der Klinik Husum wird die Behandlung begleiten und unterstützen.

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