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Klinikum Nordfriesland

Geriatrie-Zentrum Husum und Niebüll

Welche Aufgabe hat das Zentrum?

Nach einer Akuterkrankung wie einer Schenkelhalsfraktur, einem Schlaganfall, einem Herzinfarkt oder einer Lungenentzündung erfolgt - nach abgeschlossener Behandlung auf einer Akutstation - die rehabilitative Versorgung in der Geriatrie. Die Patienten sollen wieder „auf die Beine gebracht werden“, zu Kräften kommen und die Handicaps sollen gelindert werden, damit die Rückkehr in die häusliche Umgebung möglich wird.

Die Lebensqualität und Lebensfreude sollen wieder hergestellt werden. Dies ist das oberste Ziel der geriatrischen Behandlung.

Wer wird in die Geriatrie aufgenommen?

Patienten, die älter als 70 Jahre und akut bzw. chronisch erkrankt sind und im Selbsthilfebereich – den „Aktivitäten des täglichen Lebens (ADL)“ – Defizite aufweisen.

Was passiert in der Geriatrie?

Der Patient wird in seiner Ganzheit gesehen. Nicht nur die Akuterkrankung, sondern alle schon vorher bestehenden Einschränkungen, die das Gehen oder die Eigenversorgung erschweren. So werden unter anderem Fehlsichtigkeit, Schwindel, Schmerzen oder Einschränkungen der Hirnleistung berücksichtigt. Hinzu kommt das Erfassen der sozialen Situation: Wie lebt der Patient? Ist er alleine? Sind Treppen zu bewältigen? Stehen notwendige Hilfsmittel zur Verfügung? Besteht ein Pflegegrad? Gibt es Unterstützung durch die Kinder oder einen Pflegedienst?

Mittels eines „Assessments“ (also einer Abschätzung) durch das geriatrische Team wird bei der Aufnahme ein Gesamtbild des Patienten erstellt und gemeinsam mit dem Patienten die Therapien und die Ziele der Behandlung besprochen.

Erstellung eines Behandlungskonzeptes zur Steigerung der Selbständigkeit

Liegen alle erforderlichen Informationen vor, wird ein Behandlungskonzept erstellt, in das das gesamte geriatrische Team einbezogen ist. Zu diesem Team gehören speziell ausgebildete Fachärzte („Geriater“), speziell geschultes Pflegepersonal, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden, Masseure, Podologen und Mitarbeiter des Sozialdienstes. Somit wird ein therapeutisch ganzheitlicher Ansatz gewährleistet.

Neben einer deutlichen Verbesserung der aktuellen medizinischen Problematik strebt das interdisziplinäre Behandlungsteam eine Steigerung und/oder den Erhalt der Selbstständigkeit des Patienten im Alltagsleben an. Das heißt, dass der Patient durch die verschiedenen Therapieansätze schnellstmöglich in einen selbstständig zu beherrschenden Alltag zurückgeführt und vor einer Pflegebedürftigkeit geschützt werden soll.

Einbindung der Angehörigen

Großen Wert legt das Team auf die Information und Einbindung der Angehörigen. Unter qualifizierter fachlicher Anleitung werden Verwandte oder Freunde des pflegebedürftigen Patienten zur Hilfestellung bei der Versorgung oder bei der Wahl notwendiger Versorgungsmaßnahmen im häuslichen Umfeld oder in einer betreuenden Einrichtung geschult.

Wie kann es nach der stationären Rehabilitation weitergehen?

Der zwei- bzw. dreiwöchentliche Aufenthalt in der Geriatrie Nordfriesland hilft vielen Patienten, wieder in ihr Leben zurückzufinden. Dies bedeutet oft nicht Heilung, aber Linderung und das Wiedererlangen der Lebensfreude und Lebensqualität. Sollte nach der stationären Behandlung noch medizinisch-therapeutischer Bedarf vorliegen, gibt es die Möglichkeit, die Behandlung in den Tageskliniken in Husum und Niebüll oder in der "Ambulanten Geriatrischen Rehabilitativen Versorgung (AGRV)" fortzusetzen. Hierzu werden die Patienten von zu Hause oder auch aus dem Pflegeheim mit Kleinbussen oder Taxen abgeholt und verbleiben zwischen drei und sechs Stunden in der rehabilitativen geriatrischen Betreuung. Für jeden Patienten wird ein Ruhesessel vorgehalten und für das leibliche Wohl steht ein Mittagessen zur Verfügung. Die therapeutischen Anwendungen entsprechen denen im stationären Bereich.

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