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Klinikum Nordfriesland

ein „neues Leben“ für Birgit K.

Deutschland ist Spitze, wenn es um den Anteil übergewichtiger Menschen in der EU geht. Ein gesellschaftlicher Wandel hin zu einem deutlichen Übergewicht lässt sich nicht von der Hand weisen und ist auch besonders bei Kindern und Jugendlichen immer stärker zu beobachten. Nur noch ein Drittel der Deutschen sind „normalgewichtig“.

Dramatisch sind die schwerwiegenden Folgeerkrankungen der „Adipositas“ also dem schweren Übergewicht: So drohen zum Beispiel Diabetes, Gelenkerkrankungen oder Folgeerkrankungen durch Bluthochdruck. Hinzukommen Diskriminierung, Stigmatisierung und soziale Isolation, die Betroffenen befinden sich häufig in einem einsamen Teufelskreis mit dem Ergebnis weiterer Gewichtszunahme.

Gegen diesen Teufelskreis hat sich Birgit K. nach vielen Leidensjahren gewehrt, den Kampf gegen ihr Übergewicht aufgenommen und ihn letztendlich erfolgreich bestanden.

Birgit K., Jahrgang 1966, ist in Hamburg aufgewachsen, zur Schule gegangen und hat dort ihre Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten erfolgreich absolviert. Zu der Zeit wog sie bei einer Körpergröße von 162 cm 72 Kilogramm (BMI: 27).1982 begann sie nach einem Urlaub bei Husum eine fünfjährige Fernbeziehung zu ihrem ersten Mann: Eine der ersten Ursachen für die sich einstellenden Essstörungen.
Das Körpergewicht betrug nun 84 kg, nach der Geburt ihrer Tochter kletterte es auf 94 kg.

Der Grund der Gewichtszunahme war nicht nur die Freude am Essen und die Schwangerschaft, sondern lag auch in einer Doppelbelastung aus Beruf und zusätzlicher Erledigung sämtlicher Bürotätigkeiten für den Betrieb ihres Mannes. Birgit K. erkrankte erstmalig schwer. Die Krankheit wurde erfolgreich überstanden, das Gewicht stieg aber weiter bis auf 112 Kg im Jahre 2004. Erste Kuren und Diätprogramme brachten eine Gewichtsabnahme, die allerdings nicht dauerhaft war: Weitere familiäre Belastungen, wie die Trennung vom Partner, eine erneute Fernbeziehung und eine weitere Erkrankung mussten überstanden werden. Mit der Folge, dass Sie 2014 118 kg wog (BMI 45).

2015 hatte Birgit K. dann ihr „Schlüsselerlebnis“ zur Bewältigung ihrer Gewichtsprobleme: Sie fuhr mit ihrem Mann ins Berchtesgadener Land und verliebte sich spontan in die Bergwelt der Alpen mit ihren zahlreichen Seen, Almen und Hütten. Trotz ihres Köpergewichtes fuhr sie auf den Berg „Jenner“ und ging die letzten Meter von der Seilbahnstation bis zum Gipfelkreuz zu Fuß. Körperlich an der Grenze, aber emotional wie vom Donner gerührt, genoss sie die Aussicht auf das überwältigende Bergpanorama und schwor sich, so viel Gewicht wie nötig zu reduzieren, um in Zukunft Bergwanderungen unterschiedlichster Schwierigkeitsgrade nach ihren eigenen Vorstellungen realisieren zu können.

Zu Hause angekommen stellte der Hausarzt den Kontakt zum „Adipositas Zentrum Nord“ in Tönning her und nach der Erstuntersuchung wurde das Projekt „Gewichtsabnahme“ gezielt angegangen. Unter optimaler Begleitung und fachlicher Betreuung wurde Birgit K. am Anfang des Jahres 2016 in die Optifast-Gruppe des Zentrums aufgenommen. Im August 2016 ergab die Messung eine Reduzierung des Körpergewichtes um 41,6 Kilogramm. Birgit K. fuhr wieder in die Berchtesgadener Berge, bewältigte ihre geliebten Wanderungen nun mit einem ganz neuen Körpergefühl und einer Fitness, die die eigenen Gefühlshormone rauschen ließ, wie ein frischer Gebirgsbach.

Es war geschafft! Nach langer Leidenszeit ist es Birgit K. gelungen, mit einer klaren Zielsetzung und einer „alpinen Motivation“ sowie mit der unterstützenden Hilfe des Adipositas-Zentrum Nord Fakten zu schaffen - das Körpergewicht wurde reduziert, die Seele ist stabilisiert und das Leben ist wieder lebenswert. Birgit K. hält seitdem ihr Gewicht zwischen 68 und 70 Kilogramm und kommt gerade von einem weiteren Ausflug in die Gebirgswelt zurück.

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