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Klinikum Nordfriesland

das Freiwillige Soziale Jahr im Klinikum Nordfriesland

Enja Albertsen ist im Geriatrischen Zentrum zur Unterstützung der Physiotherapeuten tätig.

Wer kennt ihn nicht, den Satz aus dem Sesamstraßen-Intro: Wer nicht fragt, bleibt dumm. Und deshalb schnell die Antwort: Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) ist ein Angebot des Klinikum Nordfriesland an junge Menschen bis einschließlich 26 Jahre, sich beruflich und persönlich im Gesundheitswesen zu orientieren, zu informieren und erste wichtige Erfahrungen zu sammeln.

Die Dauer des FSJ beträgt mindestens sechs Monate bis maximal 18 Monate, meistens sind die FSJler ein Jahr im Klinikum. Der Beginn ist regulär jeweils am 1. August eines Jahres, ein späterer Einstieg ist jedoch auch möglich. In den Kliniken Husum (19 Plätze), Niebüll (10 Plätze) und Föhr (2 Plätze) kann das Freiwillige Soziale Jahr in den Bereichen der Pflege, im Kreißsaal oder in der Physiotherapie absolviert werden.

Silja Neitzel, hauptamtliche Praxisanleiterin am Bildungszentrum für Berufe im Gesundheitswesen (BiZ NF), einer Tochtergesellschaft des Klinikums Nordfriesland, ist im Klinikum verantwortlich für die Einstellung und Betreuung der FSJler sowie für die Koordination in den Kliniken zuständig: „Ein FSJ ist für junge Menschen, die gerade aus der Schule kommen und noch nicht genau wissen, wohin der berufliche Weg führen soll, ein guter, informativer und abwechslungsreicher Einstieg zum Beispiel in den Pflege- oder einen anderen Gesundheitsberuf.“

Im Klinikum werden die FSJler von Anfang bis zum Ende von einer Gruppe von Praxisanleitern aus dem BIZ NF betreut. Sie stehen immer als feste Ansprechpartner für alle Angelegenheiten sowie für die kleinen und großen Sorgen zur Verfügung. Die ausgebildete Gesundheits- und Krankenpflegerin und Praxisanleiterin Silja Neitzel berichtet, dass neben den vorgeschrieben Seminartagen, weitere Schultage im Klinikum angeboten werden, die sich mit den pflegerischen und gesetzlichen Grundlagen, mit Prophylaxen, Kommunikation und der Hygiene befassen. „Pro Quartal wird zudem ein Anleitungstag durchgeführt, der die FSJler im Umgang mit den Patienten sicherer macht.“

Obwohl das Jahr freiwillig ist, bekommen alle ein monatliches Verpflegungsgeld von 190 Euro zzgl. 154 Euro Taschengeld. Sie haben 26 Tage Urlaub im Jahr und können bei Bedarf ohne Kosten in einem der jeweiligen Wohnheime am Ort untergebracht werden. Für den weiteren Weg in die Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin, Physiotherapie oder Rettungsdienst, ist es natürlich eine gute Ausgangsbasis, wenn ein Freiwilliges Soziales Jahr erfolgreich absolviert wurde.

FSJler Jost Weinbrandt unterstützt seine Kolleginnen und Kollegen auf Station 2. Zu seinen Aufgaben auch Tätigkeiten am Computer.

Enja Albertsen, die eigentlich nach ihrem Abitur nach Island wollte, hat sich kurzfristig um entschieden und einem FSJ im Therapeutenteam der Husumer Geriatrie den Vorzug gegeben: „Ich habe die Stelle im Internet gesehen, ein Freund von mir hatte gerade sein FSJ dort absolviert und die Arbeit mit älteren Menschen hat mir schon immer Spaß gebracht. Jetzt bin ich hier sehr glücklich. Das Team und die Patienten machen es mir aber auch sehr einfach, mich hier wohl zu fühlen.“ Für ihren Berufswunsch im Rettungsdienst, in der Gesundheits- und Krankenpflege oder in der Altenpflege, sieht Enja das FSJ als ideal an.

Lea Baasner ist seit September 2018 im Pflegedienst der Husumer Geriatrie tätig und auch sie ist sehr froh, diesen Weg gegangen zu sein: „Das FSJ ist nach meinen Praktika in einer Apotheke und einer Arztpraxis die ideale Vorbereitung für meinen Berufswunsch Gesundheits- und Krankenpflegerin.“

Jost Weinbrandt, der seit Oktober 2018 in der Pflege auf der Station 2 der Klinik Husum sein Freiwilliges Soziales Jahr verbringt, ist ebenfalls voll des Lobes für die Organisatoren, die Kolleginnen und Kollegen des Pflegedienstes und über seine Aufnahme im Team. Jost weiß schon sehr genau, dass seine berufliche Zukunft im Rettungsdienst liegen wird. Über das FSJ sagt er: „Für mich ist das der richtige Weg, mir vor meiner Ausbildung im Rettungsdienst, einen Einblick in die Tätigkeiten und Abläufe eines Krankenhauses zu verschaffen.“ Das Gefühl, als FSJler arbeitstechnisch ausgenutzt zu werden, hatte Jost nie. Vom Team auf der Station und den Praxisanleitern fühlt er sich gut aufgenommen, wurde nie überfordert und immer an der richtigen Stelle eingesetzt. Auch Jost würde sich, wie seine Mitstreiterinnen Enja und Lea auch, immer wieder für das Absolvieren eines Freiwilligen Sozialen Jahres entscheiden.

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