Klinikum Nordfriesland etabliert Muskuloskelettales Zentrum
28.07.25Die Zukunft hält Einzug ins Klinikum Nordfriesland: Es wird zum 1. Juli 2025 auf Initiative von Chefarzt Dr. Rainer Kirchner ein „Muskuloskelettales Zentrum“ etablieren, in dem alle konservativen wie operativen Therapien am Bewegungsapparat des Menschen zusammengefasst werden.
„Wir vereinigen unsere umfangreichen ambulanten und stationären Angebote rund um Gelenke, Wirbelsäule und alles was diese stabilisieren und zusammenhalten unter diesem neuen Dach“, erläutert Dr. Rainer Kirchner die Zielrichtung des Zentrums.
Das Klinikum Nordfriesland ist in den letzten Jahren im Bereich der Unfall-, Gelenk- und Wirbelsäulenchirurgie erheblich gewachsen. Das betrifft sowohl die Zahl der behandelten Fälle, das Leistungsspektrum an sich als auch das Angebot ambulanter Leistungen, was in einem Klinikum zuerst gar nicht unbedingt erwartet wird. „Wir haben inzwischen an jedem unserer Standorte zum Teil mehrere Facharztpraxen, die bei Problemen am Bewegungsapparat konsultiert werden können“, ergänzt Stephan W. Unger, Geschäftsführer des Klinikums Nordfriesland.
„In der Zukunft wird sich die Differenzierung der ärztlichen Fachkompetenz immer mehr in Orthopädie, Unfallchirurgie und Neurochirurgie differenzieren. Ärzte mit einer breiten Ausbildung, so wie sie aktuell noch im Klinikum Nordfriesland tätig sind, werden immer seltener“, zeigt Dr. Kirchner einen aktuellen Trend auf. „Daher wollen wir ein Dach schaffen, unter dem sich diese Einzeldisziplinen institutionell zusammenfinden, um die Koordination und die Abstimmungen zum Wohle der Patienten zu vereinheitlichen und auch zu vereinfachen.“
Das Zentrum integriert drei Teilbereiche:
- die Unfallchirurgie, die weiterhin alle akuten Unfälle und Verletzungen versorgt,
- die Orthopädie, die sich im Wesentlichen um die Gelenke im Körper kümmert, zum Beispiel in Folge von Arthrose, und
- das Wirbelsäulenzentrum, in dem sich Orthopäden und Neurochirurgen Wirbelkörpern und Bandscheiben annehmen.
Dabei kommen alle modernen konservativen Therapieverfahren zum Einsatz, zum Beispiel die Verordnung von Physiotherapien, oder Infiltrationstherapien. Erst, wenn es unbedingt notwendig wird, erfolgen Eingriffe, um die meist schmerzhaften Folgen von Gelenkverschleiß oder Fehlstellungen zu beheben. Dabei kommen sehr moderne Verfahren zum Einsatz, zum Beispiel ein Knie-Robotersystem oder digitale Unterstützungssysteme bei Wirbelsäulen-Operationen.
Bei akuten Geschehnissen stehen den Patienten die zentralen Notfallambulanzen der Kliniken Husum, Niebüll und Wyk auf Föhr zur Seite. Bei weniger akuten Problemen der Gelenke, des Rückens und Bandapparates können die Facharztpraxen an den vier Standorten des Klinikums konsultiert werden.