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Klinikum Nordfriesland

Erstmalig im Jahr 2018 hatten die 1.500 Mitarbeiter im Klinikum Nordfriesland die Möglichkeit, an einer „Restcent-Aktion“ teilzunehmen und somit die Cent-Beträge ihres Gehaltes für einen gemeinnützigen Zweck zu spenden. Im ersten Jahr war das Wilhelminen-Hospiz die begünstigte gemeinnützige Einrichtung.

Der Spendenbetrag für 2019 in Höhe von 1.888 Euro wurde vor kurzem vom Klinikum Nordfriesland an die „Praxis ohne Grenzen Husum“ übergeben. Die Praxis behandelt unter dem Dach des Diakonischen Werkes mittellose Menschen ohne ausreichenden Krankenversicherungsschutz kostenlos. Während der Übergabe haben die Praxis-Vertreter aus ihrer Arbeit berichtet: Die Patienten, die ihre Scham überwinden und sich in der Praxis behandeln lassen, sind sehr oft ehemals privat versicherte Selbstständige, die zum Beispiel nach einem Insolvenzverfahren die Krankenkassenbeiträge nicht mehr bezahlen können und für die dann der Versicherungsschutz erlischt.

Dass rund 500.000 Menschen in Deutschland keinen Versicherungsschutz jedweder Art haben, ist in der Bevölkerung kaum bekannt. Unbekannt ist auch, dass – wenn diese Menschen wieder Geld verdienen – die Krankenkassenbeiträge mit einem hohen Zinsaufschlag nachentrichtet werden müssen.
Darüber hinaus sind – wenn auch im geringeren Umfang – Obdachlose und Migranten auf die Hilfe durch die „Praxen ohne Grenzen“ angewiesen.

Die Ärzte und Pflegekräfte sind für die Praxis, die am Markt 10-12 am Mittwochnachmittag von 15 bis 17 Uhr geöffnet hat, alle ehrenamtlich tätig – und ganz oft mit dem Klinikum eng verbunden. So war der bisherige Praxisleiter Dr. Seebrandt Rießen, der die Praxis vor sechs Jahren ins Leben rief, vor langer Zeit - nämlich im Jahre 1963 - selbst in der Klinik Husum tätig. Der neue Leiter der Praxis, Dr. Ludolf Matthiesen, ist als Leiter des geriatrischen Zentrums der Klinik tätig.

Dr. Matthiesen und Dr. Rießen bedankten sich ganz herzlich bei den Beschäftigten des Klinikums Nordfriesland für die großzügige Spende. Diese kommt den Bedürftigen direkt zugute: Sie wird für Medikamente, für Impfungen, für Verhütungsmaßnahmen, gelegentlich für Operationen eingesetzt. Somit sind die Spenden durchaus lebensrettend!
Die Behandlung in der Praxis ist kostenlos, absolut vertraulich und auf Wunsch anonym. Gelegentlich erfolgt auch eine Überweisung zu kooperierenden Fachärzten.

Wer die Praxis ohne Grenzen in Husum – und damit die betroffenen Patienten – unterstützen möchte, kann dies mit einer zusätzlichen Spende machen (Ev. Bank in Kiel, IBAN: DE40 5206 0410 0006 4121 49, Kennwort „Praxis ohne Grenzen Husum“).

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