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Klinikum Nordfriesland

Kein Krankenhaus und auch keine Arztpraxis kann die Patientenversorgung ohne sterile – also völlig keimfreie – Güter aufrechterhalten. Viele dieser Produkte werden bereits steril angeliefert, so zum Bespiel Verbandsstoffe, Kanülen und Infusionsbestecke. Andere Medizinprodukte müssen regelmäßig aufwändig sterilisiert werden. Dazu gehören die Instrumente, die während einer Operation benötigt werden, genauso wie zum Beispiel Optiken, die bei einer Magenspiegelung Verwendung finden. Diese Versorgung mit Sterilgütern unterliegt zahlreichen strengen Vorschiften und wird intensiv überwacht.

In der Inselklinik Föhr-Amrum in Wyk wurde bisher mit hohem finanziellem und personellem Aufwand ein eigenes Sterilisationsgerät mit entsprechenden Reinigungs- und Desinfektionsautomaten vor Ort betrieben. Dieses wurde für die Klinik vor 10 Jahren vom Förderverein des Krankenhauses angeschafft. Wie der neue Ärztliche Direktor der Inselklinik, Dr. Jörn Harder, erläutert, hat es mit dem zunehmenden Alter des Gerätes in der Vergangenheit immer mehr technische Probleme gegeben. Die Wartung des veralteten Gerätes wurde zudem immer teurer. Außerdem zeichnete sich ab, dass das Gerät nicht mehr das erforderliche TÜV-Zertifikat erhalten könnte. „Das größte Problem für uns war aber, dass wir uns nicht mehr zu 100 Prozent auf das Gerät verlassen konnten und mehr und mehr Ausfälle drohten“, so Dr. Jörn Harder. „Das konnten wir uns als Akutkrankenhaus nicht erlauben!“

Die Beschaffung eines neuen Gerätes hätte technische und personelle Voraussetzungen erfordert, die die kleine Inselklinik nicht mehr mit vertretbaren Aufwand hätte bewerkstelligen können. Daher wurde seit längerem über eine alternative Versorgung mit sterilen Instrumenten nachgedacht: Die Aufbereitung und Sterilisation der auf der Insel zur Verwendung gekommenen OP-Instrumente erfolgt zukünftig in der Sterilgut-Versorgungsabteilung der Klinik Niebüll. Da schon seit langem werktäglich ein Transport zwischen Wyk und Niebüll erfolgt, stand die erforderliche Logistik bereits bereit. Für die Beförderung der Sterilgüter stehen speziell gesicherte und verschließbare Behälter zur Verfügung.

„Das eingesparte Geld haben wir in neue, moderne und mehr Instrumente investiert“, freut sich Dr. Jörn Harder. „Durch die Aufstockung haben wir mehr Sicherheit in der Versorgung unserer Patienten. Zudem können wir jetzt einige Operationen durchführen, die vorher nicht möglich waren.“ Selbst bei ungünstigen Wetterbedingungen werden nun sterile Instrumente vorhanden sein, was bisher bei einem Ausfall des alten Sterilisationsgerätes nicht der Fall war.

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