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Klinikum Nordfriesland
Das Klinikum Nordfriesland – hier die Klinik Husum als größter Standort – ist von einem der führenden Wirtschaftsmagazine mit der Auszeichnung „Wertvoller Arbeitgeber“ ausgezeichnet worden

Sie habe es tatsächlich geschafft! Über 1.000 Papierkraniche, Symbol für Frieden, Glück und Gesundheit, sind nun gefaltet worden und verschönern sowohl den Eingangsbereich der Klinik Husum als auch die Tagesklinik der Geriatrischen Abteilung.

Marieke Kuckelsberg, Linnea Hansen und Nele Völkening - alle drei im letzten Jahr ihrer Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin im Bildungszentrum für Berufe im Gesundheitswesen (BiZ NF) des Klinikums Nordfriesland - haben ihr ehrgeiziges Vorhaben umgesetzt:

Seit Mai 2018 haben sie über eintausend Kraniche in der Origami-Falttechnik hergestellt. Auslöser für die Aktion der drei Pflegeschülerinnen war der im Frühjahr 2018 intensiv schwelende Konflikt zwischen dem Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, Donald Trump, und dem Nordkoreanischen Machthaber, Kim Jong-un. Aus Sorge, dass auf deren Worte womöglich verheerende Taten folgen könnten, entwickelten die drei den Wunsch, sich gegen den Gebrauch von Atomwaffen auszusprechen.

Sie haben dafür freie Tage geopfert, um an so manchen Sonntagen gemeinsam mit Patienten der Husumer Klinik ihrer „Falt-Leidenschaft“ nachzugehen. Sie haben gemeinsam in ihrer Freizeit gefaltet oder eben auch manchmal allein zu Hause vor dem Fernseher. Papierkraniche sind für den dahinter stehenden Wunsch ideal geeignet: Seit die Japanerin Sadako Sasaki, die als Folge des Atombombenabwurfes über Hiroshima 1945, im Alter von 12 Jahren an Leukämie erkrankte und später auch daran verstarb, gelten Papierkraniche als Zeichen für Gesundheit, Frieden und Glück. Damals begann sie im Krankenhaus Papierkraniche zu falten, da einer Legende folgend demjenigen, der es zustande bringt 1.000 Kraniche zu falten, ein Wunsch erfüllt wird. Ihr sehnlichster Wunsch war es, wieder gesund zu werden.

Mit ihrer Aktion verbinden Marieke, Linnea und Nele auch persönliche Wünsche: Für alle war wichtig, dass die Anzahl der Kraniche vor dem Beginn ihres Examens erreicht wurde. Alle drei wünschen sich ein erfolgreiches und freudvolles Examen. Sowie eine schöne Restzeit mit den Mitschülern, die mittlerweile zu guten Freunden geworden sind: „Ich habe noch nie eine so tolle Bindung in einer Klasse zwischen Mitschülern erlebt, wie hier im BiZ NF“, sagt Nele und fügt hinzu, „man macht ja auch selbst Fortschritte in seiner persönlichen Entwicklung. Man wird selbständiger, offener und fröhlicher. Schule und Ausbildung machen einfach einen Riesenspaß, wenn man über drei Jahre mit Gleichgesinnten zusammen ist, die alle ziemlich gleich ´ticken`.“
Sie bedanken sich bei ihren großartigen Lehrerinnen und Lehrer sowie Kollegen, die sie super begleitet und toll ausgebildet haben. Auch wenn es nicht immer einfach war.

Was ihnen in der Ausbildung vor allem klar wurde war, dass Alter, Krankheit und Tod zum Leben dazugehören. Was geboren wurde, wird auch vergehen. Darum gibt es schon genügend Leid, als dass der Mensch sich noch mit Waffen bekriegen muss. Jedes Wesen strebt nach Glück. Und mit Waffen erreicht man dieses Ziel bestimmt nicht. Viel besser ist es nach Werten Ausschau zu halten, die das Leben freudvoller und reicher machen. Für ein Miteinander anstelle eines Gegeneinanders.

Es ist schon bemerkenswert, was über tausend fein gefaltete Papierkraniche alles auslösen können: Linnea, Nele und Marieke lernten sich in der Ausbildung kennen, taten sich zusammen und werden bald wieder getrennte Wege gehen. Aber alle drei werden ihre gemeinsame Zeit nicht so schnell vergessen.

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