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Klinikum Nordfriesland

Das hat Seltenheitswert: Durch erforderliche Umzüge zur Vorbereitung der anstehenden Baumaßnahmen auf dem Klinikgelände verfügt das Krankenhaus Husum aktuell für kurze Zeit über freie Räumlichkeiten im Haus 6 (ehemalige Therapieschule). Diese Chance nutzt das Klinikum Nordfriesland dazu, für einen guten Zweck einen Flohmarkt zu organisieren.

Die Endoskopie ist im Krankenhaus ein sehr wichtiges Fachgebiet, das zur Diagnostik von Erkrankungen der inneren Organe und der Bronchien eingesetzt wird. Vereinfacht gesagt, zählen Magen- und Darmspiegelungen sowie Spiegelungen des Gallen- und Bauchspeicheldrüsenganges und Spiegelungen der Lunge zur endoskopischen Diagnostik. Auch für die Behandlung der Patienten werden umfangreiche endoskopische Operationsverfahren und Instrumente eingesetzt, zum Beispiel bei der Behandlung von Krampfadern in der Speiseröhre durch Unterbinden (Ligatur) oder durch Abtragung gut- und bösartiger Tumore oder Polypen im Magen- und Darmtrakt sowie zur Steinentfernung aus dem Gallengang bis hin zur Legung eines Überbrückungsröhrchens für den Galleabfluss aus dem Gallengang.

Kaum ein Patient bleibt aber ohne Unbehagen, wenn er hört, dass eine solche Untersuchung ansteht. In den Kliniken des Klinikums Nordfriesland sind die Endoskopie-Teams im Umgang mit diesen Techniken sehr versiert und trainiert und wirken auf die Patienten zuvor beruhigend und einfühlsam ein.

Zur Verstärkung dieser hochspezialisierten Teams wurden im vergangenen Jahr zwei erfahrene Medizinische Fachangestellte der Kliniken Husum und Niebüll in Potsdam in dem renommierten Institut „Ekw-concept“ in der „Gastroenterologischen Fachassistenz“ fortgebildet.

Seit vielen Jahren stehen gerade die Krankenhäuser in Schleswig-Holstein unter finanziellem Druck. Dies erfordert immer wieder ein aktives Herangehen, um sich auf die Situation einzustellen. Dabei geht das Klinikum Nordfriesland derzeit große Schritte, um sich vor allem über Baumaßnahmen „neu zu erfinden“ und auf die Zukunft einzustellen.

Von der Öffentlichkeit relativ unbemerkt finden darüber hinaus auch interne Anpassungen der Strukturen in den Kliniken statt. Seit drei Jahren wird mit externer Unterstützung durch das IWiG Institut von Professor Michael Greiling der „Workflow“ in den Krankenhäusern Husum und Niebüll verbessert. Dabei geht es um eine Prozessoptimierung, die zu einer noch besseren Patientenversorgung aber auch zu zufriedenen und motivierten Mitarbeitern führt – einem in Zeiten schwieriger Personalgewinnung sehr wichtigen Aspekt. Eines von zwei wesentlichen Standbeinen dabei sind speziell von Professor Greiling ausgebildete interne Workflow-Manager, die darin geschult sind, die einzelnen Prozesse in der Patientenversorgung zu identifizieren und eigenverantwortlich an neue Entwicklungen anzupassen.

Das zweite Standbein dieses für das Klinikum Nordfriesland wichtigen „Instruments des Wandels“ ist eine vom IWiG entwickelte Software. Diese wurde gemeinsam mit den Workflow-Managern im Klinikum installiert und immer wieder an die praktischen Erfordernisse im Klinikbetrieb angepasst, so dass diese Software inzwischen eine wichtige Unterstützung in der Steuerung des Workflow-Managements darstellt.

Von dieser Software und der gelungenen Anwendung im Klinikum Nordfriesland hat sich unlängst auch eine Jury der führenden Fachzeitschrift im Gesundheitswesen, der „Krankenhaus-Umschau (KU)“, gezeigt. Jedes Jahr werden von dieser Zeitung verschiedene „Awards“ – sozusagen die „Oscars“ im Gesundheitswesen – für „innovative und herausragende Ansätze, mit denen sich die Kliniken von anderen Einrichtungen abheben“, vergeben.

Während des „KU-Managementkongresses 2019“ erhielt das Klinikum Nordfriesland gemeinsam mit dem IWiG Institut von Professor Greiling für das „Workflow-Management Exzellenz - ClipMed OM“-Projekt einen Sonderpreis des „KU-Awards“, der von einer 10-köpfigen Fachjury ausgewählt wurde.

Am 1. Oktober 2019 hat Dr. Ulf Niemann seine Tätigkeit als neuer Chefarzt der Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie (Bauchchirurgie) der Klinik Husum aufgenommen. Der erfahrene und engagierte Chirurg freut sich sehr auf seine neue Aufgabe in der nordfriesischen Kreisstadt. Er wird die Tumorchirurgie in der Klinik Husum weiter ausbauen und eine umfassende und wohnortnahe chirurgische Patientenversorgung anbieten. „Es ist mir ein großes Anliegen, dass wir den hier ansässigen Patientinnen und Patienten alle Verfahren in der großen Bauchchirurgie anbieten können, so dass sie nicht gezwungen sein werden, lange Wege in Kliniken weit außerhalb von Nordfriesland in Kauf nehmen zu müssen“, so der neue Chefarzt. „Ein besonderer Schwerpunkt der Klinik ist die Chirurgie des Verdauungstraktes mit Operationen an Dünn- und Dickdarm, zum Beispiel bei Darmkrebs,  sowie Eingriffe an Schilddrüse und Bauchspeicheldrüse“, so der 46-jährige Krebsspezialist.

Gemeinsam mit dem medizinischen Team wird Dr. Ulf Niemann neben einer qualifizierten und hochwertigen Allgemeinchirurgie, das Leistungsspektrum zur Behandlung von gut- und bösartigen Darm- und Baucherkrankungen deutlich erweitern. In enger Vernetzung und in Kooperation mit anderen Kliniken und Abteilungen des Klinikum NF werden zukünftig folgende Schwerpunkte angeboten:
- Endokrine Chirurgie der Schilddrüse, Nebenschilddrüse und Nebenniere,
- Tumorchirurgie des gesamten Magen-Darm-Traktes,
- Eingriffe bei gutartigen Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes von Speiseröhre bis Enddarm,
- Adipositas-Chirurgie (zum Beispiel Magen-Bypass),
- Chirurgie der Eingeweidebrüchen (Hernien, Leistenbrüche),
- proktologische Operationen am Enddarm und After und
- thoraxchirurgische Eingriffe an Lunge, Bronchien, Rippenfell und Brustwand.

Das Bundesgesundheitsministerium ist derzeit dabei, die Notfallversorgung der Bevölkerung neu zu strukturieren, um Fehlentwicklungen vorzubeugen und eine qualitativ hochwertige Versorgung sicherzustellen.
Dabei werden sogenannte „Integrierte Versorgungszentren“ angestrebt, in denen Krankenhausärzte mit niedergelassenen Ärzten eng fachlich und räumlich zusammen arbeiten werden. Ein Ziel dabei ist, die in diesen Zentren ankommenden Patienten so zu versorgen, dass für schwerer erkrankte oder verunfallte Personen immer die notwendige Akutversorgung gewährleistet ist. Derzeit werden die Notfallaufnahmen zu einem nicht geringen Prozentsatz von leichteren Fällen in Anspruch genommen, die einer Versorgung in einem Krankenhaus eigentlich nicht bedürfen.

Zu der Fragestellung „Integrierte Notfallzentren – wo geht die Reise hin?“ haben sich Anfang Oktober Mitarbeiter aus Kliniken, Rettungsdiensten, Leitstellen, der Kassenärztlichen Vereinigung und Landes- und Kreisverwaltungen in der Klinik Husum getroffen, um sich zum aktuellen Sachstand auszutauschen. Veranstaltet wurde das Treffen vom Landesverband Schleswig-Holstein des Fachverbandes „Deutsche Gesellschaft interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin (DGINA)“.

Der zweite weltweite Tag der Wiederbelebung wurde am 16.10.2019 in der Klinik Husum zum Anlass genommen, Laien die Scheu vor der Wiederbelebung zu nehmen.
Viele neugierige Interessenten kamen in  „De Ole Peerstall“, um mehr über die Herz-Lungen-Wiederbelebung zu erfahren. Nicht nur theoretische Inhalte, wie die Hintergründe und Ursachen des Herz-Kreislauf-Stillstands wurden vermittelt, auch praktisch durfte tatkräftig anhand mehrerer Übungspuppen die Reanimation für den Ernstfall geübt werden – und dies unter fachkundiger Anleitung von erfahrenen Mitarbeitern des Klinikums Nordfriesland.

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