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Klinikum Nordfriesland

Das Klinikum Nordfriesland hat seit dem vergangenen Sonntag Teile des Betriebs an den Standorten in Husum und Niebüll wieder aufgenommen. Zunächst startete die Klinik Niebüll am Sonntag mit der Notfallversorgung. Die Klinik Husum folgte am Montag um 6 Uhr morgens. Seitdem bringen Rettungskräfte Notfallpatienten zur Behandlung wieder in eines der beiden Krankenhäuser. Darüber hinaus sind auch die zentralen Notaufnahmen wieder für Patienten geöffnet, die selbstständig vorstellig werden können.

„Derzeit nehmen wir stationär nur Notfallpatienten und Patienten auf, bei denen eine Behandlung nicht länger aufgeschoben werden kann“, erläutert Stephan W. Unger, Geschäftsführer des Klinikums Nordfriesland. Ebenso nimmt die Geburtshilfe wieder Schwangere zur Entbindung sowie eine Begleitperson auf. Die Begleitperson wird dabei wie ein Patient im Krankenhaus aufgenommen und auf Covid-19 getestet.

Bis Dienstnachmittag waren in Husum bereits 30 und in Niebüll 20 neue stationäre Patienten aufgenommen worden. Die Covid-19-Station in Husum behandelt aktuell 16 Patienten und auf der Intensivstation in Husum liegen weitere zwei Covid-Patienten.

Die Rückkehr in die Notfallversorgung erfolgte in enger Abstimmung mit dem Land Schleswig-Holstein und dem Kreis Nordfriesland. „Durch die Wiederaufnahme des Notfallbetriebs ist die Versorgung für Patienten vor Ort deutlich schneller möglich und wir schaffen es zudem, benachbarte Kliniken zu entlasten“ betont Unger.

Vorausgegangen war der Rückkehr in den Betrieb eine sorgfältige Vorbereitung. So gelten in den Kliniken und MVZ-Praxen des Klinikums strenge Hygienerichtlinien. Zu den Sicherheitsmaßnahmen zählen unter anderem auch umfangreiche und kontinuierliche Corona-Testungen. „In besonders sensiblen Abteilungen unserer Kliniken werden die Mitarbeiter täglich auf Covid-19 getestet“, gibt Unger ein Beispiel für die getroffenen Maßnahmen, die weit über die Vorgaben des Robert-Koch-Institutes und die nationale Teststrategie des Bundesgesundheitsministeriums hinausgehen.

Aus Sicherheitsgründen schafft das Klinikum in der ersten Phase der Wiederaufnahme spezielle Raum- und Personalkapazitäten. In der Klinik Husum und Niebüll werden neu aufgenommen Patienten derzeit einzeln in Patientenzimmern untergebracht. In Husum liegen diese getrennt von den Patienten, die während des Aufnahmestopps im Krankenhaus behandelt wurden. Beide Patientengruppen werden in Husum von unterschiedlichen Teams betreut. Ein Wechsel des Personals zwischen diesen Teams findet nicht statt.

Parallel dazu nehmen auch die MVZ-Facharztpraxen und die ambulanten Sprechstunden wieder die Arbeit auf. Die Praxen kontaktieren zunächst die Patienten, deren Termine verschoben worden waren. „Wir achten bei der Neuvergabe der Termine vor allem darauf, dass sich in den Praxen möglichst keine wartenden Patienten aufhalten“, erläutert Unger. Um die Mitarbeiter zu entlasten, bittet er die Patienten derzeit von Nachfragen abzusehen.

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