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Klinikum Nordfriesland

Im Therapiezentrum Nord (TZN) des Klinikums Nordfriesland sind die ambulant tätigen therapeutischen Bereiche zusammengefasst. In der Klinik Niebüll werden im TZN physiotherapeutische und podologische Leistungen angeboten. Das umfangreiche Leistungsspektrum der Abteilung wird von vielen ehemaligen Patientinnen und Patienten der Klinik Niebüll, die nicht mehr im Krankenhaus liegen, gerne weiterhin in Anspruch genommen. Dies ist möglich, da alle ambulanten Behandlungen entweder auf Rezept, das durch einen Haus- oder Facharzt ausgestellt werden muss, oder auch auf Privatrechnung erbracht werden dürfen.

Die Physiotherapie dient somit der Wiederherstellung, Erhaltung und Förderung der Gesundheit mit dem Ziel, ein schmerzfreies und stabiles „körperliches" Gleichgewicht zu erreichen. Diese Zielsetzung wird von den entsprechend qualifizierten Therapeuten mit Hilfe verschiedener Therapieformen, die von unterschiedlichen Varianten der Krankengymnastik über diverse Massagearten bis hin zu speziellen physikalischen Anwendungen (zum Beispiel Fango oder Elektrotherapie) reichen, angestrebt.

Seit einigen Monaten ergänzt und verstärkt Dr. Jan Henning Sturm als Oberarzt das Team der Abteilung Unfallchirurgie, Orthopädie und Wirbelsäulenchirurgie der Klinik Husum unter Leitung von Dr. Rainer Kirchner. Die Abteilung bietet eine vollumfängliche Behandlung aller unfallchirurgischen und orthopädischen Krankheitsbilder; sei es in Folge einer Verschleißerkrankung oder aufgrund eines Unfalls.

Einen besonderen Schwerpunkt in der unfallchirurgischen und orthopädischen Behandlung legt Dr. Sturm auf minimal-invasive Operationen („Schlüsselloch-Chirurgie) an den Hüften. Die Implantation einer Hüftendoprothese ist einer der häufigsten Eingriffe in Deutschland. Bei etwa fünf Prozent der Patienten erfolgt die OP in der minimal-invasiven Technik. Der Unterschied zwischen „klassischer“ und dieser minimal-invasiven Technik ist folgender: Bei der „klassischen“ Hüft-OP setzt der Chirurg am seitlichen oder hinteren Oberschenkel einen etwa 15 Zentimeter langen Schnitt. Um zum erkrankten Hüftgelenk vorzudringen, müssen Oberschenkelmuskeln und Sehnen durchtrennt werden. Bei der minimal-invasiven Hüft-Operationstechnik ist das nicht erforderlich. Der Chirurg nutzt mit einem wesentlich kürzeren Schnitt eine natürliche Muskellücke, um zum Hüftgelenk vorzudringen. Muskeln und Sehnen werden nicht durchtrennt, sondern wie ein Theatervorhang auseinandergehalten. Nach dem Einsetzen der Hüftprothese fallen diese intakt an Ort und Stelle zurück.

Im Februar 2017 wurde das Wirbelsäulen Zentrum Nordfriesland von Chefarzt Dr. Rainer Kirchner ins Leben gerufen. Das Team des Wirbelsäulen Zentrums im Klinikum Nordfriesland besteht neben Dr. Kirchner aus den Oberärztinnen Dr. Susanne Gaida, Sabine Stier sowie den Oberärzten Dr. Dong-Hun Kim und Dr. Matthias Reitz, die drei letztgenannten sind als niedergelassene Ärzte in der MVZ Facharztpraxis Neurochirurgie des Klinikums in Husum, Tönning und Niebüll tätig. Für die Patienten liegt der Vorteil in der geballten Kompetenz an Fachlichkeit und der fachübergreifenden „Hand-in-Hand-Arbeit“.

Die Behandlung von Wirbelsäulenerkrankungen gliedert sich in vier Kategorien

  • Altersverschleiß und Degeneration,
  • Akute Ereignisse wie Verletzungen, Unfälle und Brüche,
  • Chronisch entzündliche Erkrankungen (z.B. Spondylitis oder Morbus Bechterew) sowie
  • Tumore und Metastasen.

Das Wirbelsäulen Zentrum des Klinikums bietet allen Patienten, bei denen eine konservative Behandlung nicht oder nicht dauerhaft zu einer Besserung führt, eine Vielzahl von modernsten mikrochirurgischen, minimal-invasiven oder offenen Operationsverfahren für den hochspezialisierten Bereich der Wirbelsäule an. Konservative Behandlungen bestehen dabei in der Regel aus einer Kombination von medikamentöser Schmerztherapie, optionalen Infiltrationen und begleitender Krankengymnastik. Grundsätzlich kann eine Operation an der Wirbelsäule mit einem minimal-invasiven („Schlüsselloch-Chirurgie“) oder einem offenen Operationsverfahren erfolgen. Welche Technik letztendlich beim Patienten zum Einsatz kommt, entscheiden die Spezialisten im Team gemeinsam mit dem Patienten nach Erläuterung der Therapieoptionen. Die wichtigsten Grundlagen für die Entscheidung geben die detaillierte Diagnostik, der Krankheitsverlauf sowie der Gesamtzustand des Patienten.

Das Leistungsspektrum des Wirbelsäulen Zentrums umfasst mit Ausnahme der Skoliose-Chirurgie das gesamte Spektrum der Wirbelsäulenchirurgie. Die Schwerpunkte liegen besonders in der Behandlung von degenerativen Erkrankungen, entzündlichen Prozessen, Tumoren und Verletzungen der gesamten Wirbelsäule. Beispielhaft sind hier zu nennen: Bandscheibenvorfälle, Spinalkanalstenosen, Wirbelkörperbrüche, Gleitwirbel.

Das Zentrum ist unter Tel. 04841 660-1599 oder Tel. 4861 611-3337 erreichbar.

Für Rieke Laube, stellvertretende pflegerische Leiterin der „Chest Pain Unit“ der Klinik Husum, war der 11. August 2021 ein sehr aufregender Tag: Einen Tag lang waren alle Blicke auf sie gerichtet: So stand sie im Fokus eines professionellen Kamera-Teams, das dafür extra aus Düsseldorf angereist war. Gedreht wurde in der Klinik Husum, im Schlosspark und auch bei ihr zuhause.

Das Ergebnis kann jetzt angeschaut werden: Ein wirklich sehenswertes, kurzweiliges zweiminütiges Video, das Interesse an den Pflegeberufen wecken soll. Das Video wurde im Auftrag des Landes Schleswig-Holstein durch die Agentur YeaHR aus Düsseldorf realisiert. Es ist Teil der umfangreichen Kampagne „Echte Pflege. Im echten Norden!“ des Landes. Ziel ist es, den Nachwuchsmangel in den Pflegeberufen zu lindern, indem mit Hilfe verschiedener Blickwinkel, die auch durch die Vorstellung einzelner Pflegekräfte exemplarisch geschaffen werden, die große Bandbreite, die Professionalität und auch die Emotionalität der Pflegeberufe werbewirksam vorzustellen.

Dabei erwies sich Rieke Laube als Glücksgriff. Sie ist Pflegefachkraft und mit 23 Jahren bereits so erfahren, dass sie stellvertretende pflegerische Leitung der „Chest Pain Unit“ der Kardiologie in der Klinik Husum ist. Dies ist ein spezieller Stationsabschnitt für Patienten mit Herzkreislauf-Erkrankungen, die einer stetigen Überwachung bedürfen. Mit Elan, großer Fachlichkeit und herzerfrischendem Charme ließ Sie sich vom Kamera-Team einen Tag lang sowohl in ihrem Arbeitsleben als auch abends in ihrem Privatleben begleiten, das derzeit im Wesentlichen auf einer Baustelle stattfindet. Gemeinsam mit ihrer Familie saniert sie ein Haus in Husum.

Mit der Vorstellung von Rieke Laube wirft die Kampagne einen Blick auf die Karriere in speziellen pflegerischen Bereichen. Das Video erlaubt in komprimierter Form einen Einblick in die verantwortungsvolle Tätigkeit einer Pflegekraft in einem Bereich, in dem schnelle und kompetente Entscheidungen zu fällen sind – sympathisch und gewinnend vorgetragen von Rieke Laube, einer jungen Pflegefachkraft, die weiß was sie kann und was sie will.

Der Film, kann unter "Aktuelle Videos" und unter www.pflegeausbildung-in.sh (Social Media) angesehen werden.

Husum In der Klinik Husum finden auch im Oktober wieder Hebammensprechstunden statt. Für individuelle Fragestellungen schwangerer Frauen stehen die Hebammen im Wehenzimmer im 3. Obergeschoss jeweils am Donnerstag, den 7. und 21. Oktober 2021, von 9.00 bis 14.00 Uhr zur Verfügung. Die werdenden Mütter erhalten hier in persönlichen Gesprächen Rat und Informationen zu Entbindung und Geburt; Kreißsaalführungen werden in Abhängigkeit von der jeweiligen Situation angeboten. Begleitpersonen dürfen derzeit leider weiterhin nicht mitkommen. Während des Besuchs im Krankenhaus muss ein medizinischer Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Ein tagesaktueller Antigentest oder ein Impfnachweis ist zum vereinbarten Termin mitzubringen.

Eine Anmeldung unter Tel. 04841 660-1285 ist erforderlich.

Es wächst und wächst, das Defizit der Klinikum Nordfriesland gGmbH. „Allein aus den letzten drei Jahren fehlen uns mehr als 11,3 Millionen Euro“, erklärt Geschäftsführer Stephan W. Unger.

Florian Lorenzen sitzt als Landrat auch dem Aufsichtsrat des Klinikums vor. Ihm ist klar, woran es liegt: „Der Fehler liegt im System. Der Bundesrechnungshof hat festgestellt, dass 40 Prozent der Krankenhäuser in Deutschland mit Verlust arbeiten. Wenn der Bund die Rahmenbedingungen nicht ändert, gerät eines der wichtigsten Elemente der Daseinsvorsorge in ernsthafte Gefahr. Das kann niemand wollen.“

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