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Klinikum Nordfriesland
Die  Absolventen 2020

Jedes Jahr im Spätsommer / Frühherbst sind viele junge Menschen im Umfeld der Therapieschule Nord in Husum sehr aufgeregt und warten gespannt auf das, was auf sie zukommt: Auf der einen Seite sind dies die Auszubildenden im dritten Ausbildungsjahr, die nach einem theoretischen und praktischen „Prüfungsmarathon“ auf die Zielgerade in Form einer mündlichen Prüfung zusteuern. Sind diese Prüfungen geschafft, setzt eine große Erleichterung ein. So in diesem Jahr bei Jule Albertsen, Merle Boisen, Hasan Hamed, Alina Ilsenstein, Nanke Petersen, Lisann Pfennig, Gönke Siemßen und Sohela Sperling. Alle Acht haben die anspruchsvolle Ausbildung zum Physiotherapeuten erfolgreich absolviert und jeweils eine sich anschließende Anstellung in einer der umliegenden Physiotherapie-Praxen gefunden.

Auf der anderen Seite trifft dies auf die neuen Schüler zu, die nahezu direkt nach der feierlichen Verabschiedung der Absolventen in die Räumlichkeiten der Therapieschule Nord Einzug nehmen – gespannt auf das, was sie auf sie zukommen wird. Und das erste, was die große Zahl neuer Auszubildender erwartete, waren Schultüten, die zuvor die Lehrkräfte der Therapieschule gepackt hatten.

Die deutschlandweit steigenden Infektionszahlen mit Covid-19, die Ausweisung von immer mehr nationalen Risikogebieten und die steigende Zahl von „normalen“ Erkältungserkrankungen, gepaart mit einer deutlich nachlassenden Einhaltung der Hygiene-Regeln, bereitet den Verantwortlichen im Klinikum Nordfriesland große Sorgen.

„Wir beobachten leider, dass Besucher und ambulante Patienten in unseren Einrichtungen bereits nach Verlassen des Sichtungsbereiches oder im Patientenzimmer den Mund-Nasen-Schutz abnehmen“, so Geschäftsführer Stephan W. Unger. „Dies ist ein Verstoß gegen die Hygiene-Regeln in unseren Kliniken und Praxen. Viel schwerwiegender ist aber, dass diese Nachlässigkeit die Patienten und unsere Mitarbeiter gefährdet.“

Seit Oktober 2019 kommt in der Klinik Husum ein neues Konzept zur optimalen Schmerzbekämpfung nach einer Operation zum Einsatz. Speziell ausgebildete „Schmerz-Schwestern („Pain Nurses“) ergänzen die ärztliche Betreuung frisch operierter Patienten. Während täglicher „Schmerzvisiten“ sprechen sie gemeinsam mit den Patienten die individuelle Schmerztherapie ab.

So auch mit Steffen Becker. Der 39-jährige wurde vor kurzem mit heftigen Schmerzen im Unterbauch in die Klinik eingeliefert. Nach seiner Darm-OP wachte auf der Intensivstation aus der Narkose auf. Allerdings waren trotz intravenöser Gabe von Schmerzmitteln immer noch Schmerzen vorhanden. In der Schmerzvisite wurde entschieden, ihm einen Peridural-Katheter (PDK) zu legen. Dabei handelt es sich um einen dünnen und sehr feinen Kunststoffschlauch, der in örtlicher Betäubung am Rücken eingelegt wird. Die Katheterspitze wird an der Wirbelsäule vor dem eigentlichen Rückenmarksraum platziert.

Mit Beginn des Monats Oktober verfügen zusätzlich zwei leitende Oberärzte der Klinik Niebüll über eigene Sprechstunden: So bietet der Ltd. Oberarzt Dr. Anatoli Arndt eine Sprechstunde zur Abklärung des diagnostischen und therapeutischen Vorgehens bei medizinischen Fragestellungen im Bauchraum an („Viszeralchirurgie“). Das Spektrum der Sprechstunde liegt dabei zum Beispiel auf der chirurgischen Therapie von Leistenbrüchen, Schwierigkeiten mit dem Magen, der Galle, Leber und Bauchspeicheldrüse bis hin zu Fragestellungen rund um den Dickdarm, den Blinddarm aber auch den Enddarm.

Eine weitere Sprechstunde bietet der Ltd. Oberarzt Dr. Björn Birkenhauer an. Diese kann für zur Abklärung des diagnostischen und therapeutischen Vorgehens bei orthopädisch-rheumatologischen Fragestellungen genutzt werden. In seiner Sprechstunde finden alle Patienten Rat, die ein rheumatologisches Leiden haben, das Auswirkungen auf den Bewegungsapparat des Betroffenen haben.

Seit April 2020 waren über mehrere Wochen verschiedene Handwerksbetriebe und Spezialfirmen damit befasst, die Endoskopie-Abteilung der Inselklinik Föhr-Amrum zu modernisieren, um sie für die Patienten noch attraktiver und leistungsfähiger zu machen. So wurde eine neue Klima- und Lüftungsanlage eingebaut, um den Patienten und dem behandelnden Personal ein gutes Arbeitsklima durch die Regulierung der Temperatur und Luftfeuchte schaffen. Zudem dient die Anlage dem optimalen Luftaustausch, so dass zum Beispiel auch die Keimbelastung in der Luft auf ein Minimum reduziert werden kann.

Diese Veränderungen an der Lüftungstechnik haben mit allen erforderlichen Nebenarbeiten rund 100.000 Euro gekostet.

Zum 1. Oktober 2020 hat das Klinikum Nordfriesland mit Christian Wilcken einen neuen Kaufmännischen Direktor ernannt. Damit konnte die durch Stephan W. Unger, der Anfang des Jahres zum Geschäftsführer bestellte wurde, vakant gewordene Position ausgefüllt werden.

Bereits seit Februar 2017 gehört Christian Wilcken dem Klinikum Nordfriesland in leitender Stellung an. Der gebürtige Kieler absolvierte zunächst eine kaufmännische Ausbildung. Ab 1998 erfolgte der Start ins Gesundheitswesen in einem benachbarten Klinikum mit einem darauf folgenden berufsbegleitenden Studium zum Fach- und Betriebswirt im Gesundheitswesen. Im Anschluss veranlasste Christian Wilcken dort als Hauptverantwortlicher die Einführung des ersten Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) in dem Klinikum; weitere MVZ-Gründungen schlossen sich an.

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