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Klinikum Nordfriesland

Am Anfang war es nur eine Idee, ein Funken Hoffnung, die Peter Rickmers, ein Mitarbeiter in der Radiologie der Klinik Niebüll, aktiv werden ließ. Dass daraus so viel Hilfsbereitschaft entstehen und ein so großer Erfolg werden würde, hat dann doch seine Erwartungen übertroffen…

Dieser außergewöhnlichen Initiative ist es zu verdanken, dass die Klinik Niebüll nun sehr schnell ein hochmodernes Mammographie-Gerät erhalten hat, nachdem das Altgerät für Untersuchungen nicht mehr zur Verfügung stand. Eine so zeitnahe Ersatzbeschaffung hätte das Klinikum Nordfriesland aus den ihm zur Verfügung stehenden Investitionsmitteln nicht realisieren können. Schließlich handelte es sich bei der Investition um den stattlichen Betrag von 120.000 €.

In dieser Situation hat Peter Rickmers seinen Bruder Erk, der Geschäftsführer eines Windparks in Südtondern ist, angesprochen und die Idee entwickelt, dass sich die „Windmüller“ der Region Südtondern gemeinsam mit dem Förderverein der Klinik der Sache annehmen. Und tatsächlich: Sehr zügig war die Windstrom-Branche in Südtondern bereit, je Megawatt installierter Leistung 100 € zu spenden. Daraus konnten 65.000 € Spendenaufkommen erzielt werden.

Der Förderverein der Klinik stockte diesen Betrag spontan auf 70.000 € auf. Das übertraf die Erwartungen des Klinikums erheblich, so dass gemeinsam auf diese Weise sogar eine Optimierung des Mammografie-Gerätes mit der so genannten „Tomo-Synthese“ möglich wurde. Dabei handelt es sich um ein neuartiges Verfahren zur Brustkrebsdiagnostik. Die Brust wird aus verschiedenen Winkeln dreidimensional durchleuchtet, während bei bisheriger zweidimensionaler Darstellung bösartige Veränderungen hinter dichtem Drüsengewebe bisweilen nur schwer oder gar nicht erkennbar waren.

Der Geschäftsführer des Klinikums Nordfriesland, Stephan Unger, nahm die Inbetriebnahme des neuen Gerätes zum Anlass, allen Beteiligten – besonders aber Peter und Erk Rickmers seinen großen Dank über dieses so wichtige Element in der medizinischen Versorgung der Frauen in ganz Nordfriesland auszusprechen. Auch Dirk Burchardt äußerte sich hocherfreut und berichtete sehr zufrieden über seine ersten praktischen Erfahrungen mit der Neuanschaffung. Wie er betonte, würden damit rund 1.000 Frauen jährlich von einem schnelleren und qualitativ erheblich besseren Untersuchungsergebnis profitieren.

Zu gern hätte man alle Spender der Wind- und Solarparks und des Fördervereins mit eingeladen. Dies ließ Corona nicht zu. Eine solche Veranstaltung wird – wenn dies möglich ist – nachgeholt. Versprochen.

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