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Klinikum Nordfriesland

Der Fachkräftemangel im Gesundheitswesen fordert im Klinikum Nordfriesland erneut einen Tribut: Das Schlaflabor der Klinik muss zu Ende Juli 2020 schließen. „Die bisherige ärztliche Leiterin, Dr. Anke Jary, kann das Schlaflabor nicht weiterführen, da sie sich in Hamburg als Neurologin in eigener Praxis niederlässt. Die intensive, auf allen Ebenen geführte Suche nach einem Nachfolger ist leider erfolglos geblieben“, erläutert Stephan W. Unger, Geschäftsführer des Klinikums Nordfriesland das Dilemma.

Da das Klinikum nun über keinen Arzt mehr mit den notwendigen Fachweiterbildungen und erforderlichen Zertifikaten verfügt, kann es die Einrichtung derzeit nicht weiterbetreiben. „Das bedauern wir außerordentlich. Zumal dies zu einem Zeitpunkt kommt, an dem wir mit Privatdozent Dr. Jens Kreuz gerade die Behandlung von Atemwegserkrankungen in Niebüll ausbauen wollen“, bedauert Unger.

Im Schlaflabor wurden in den letzten Jahren zahlreiche Patienten, die an Schlafstörungen insbesondere dem Schlafapnoe-Syndrom leiden, untersucht und behandelt. Um gefährliche Atemaussetzer während des Schlafes feststellen zu können, werden die Betroffenen in das Schlaflabor eingewiesen. Dort werden sie an spezielle Geräte angeschlossen, die den Schlaf und die Atmung überwachen. Anhand dieser Aufzeichnungen können dann Unregelmäßigkeiten festgestellt und behandelt werden.

Im Klinikum Nordfriesland können diese Patienten nun leider nicht mehr betreut werden. Die betroffenen Pflegekräfte werden innerhalb des Klinikums auf andere freie Stellen versetzt. „Auf diesem Wege danke ich allen Patienten für das entgegengebrachte Vertrauen und unseren Mitarbeitern für die über die vielen Jahre engagierte und fachlich sehr versierte Betreuung der uns anvertrauten Patienten“, fügt der Geschäftsführer des Klinikums an.

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