Menü
Klinikum Nordfriesland

Wenn das Herz zu langsam schlägt, wird es durch einen Herzschrittmacher wieder „auf Trab gebracht“. Schlägt ein Herz dagegen viel zu schnell, so wird dies durch einen implantierten Defibrillator reguliert. Er schützt vor dem plötzlichen Herztod durch Abgabe eines Elektro-Schocks.

Diese ICD-Systeme (implantierbare Cardioverter-Defibrillatoren) verwendet man bei lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen (Kammerflimmern, Kammertachykardien) oder erheblich eingeschränkter Herzpumpenfunktion. Bei herkömmlichen ICDs verlaufen die Elektroden über das Venensystem direkt zum Herzen. Im Laufe der Jahre jedoch vermindern sie aufgrund der mechanischen Belastung ihre Funktionsfähigkeit.

Bei einem subkutanen ICD (S-ICD) bleiben Herz und Gefäße dagegen unberührt: Das System wird direkt unter der Haut (subkutan) seitlich auf dem Brustkorb eingesetzt. Komplikationen durch die Platzierung im Herzen können so vermieden werden. Beim S-ICD überwacht ein Draht direkt unter der Haut das Herz ähnlich wie bei einem EKG-Gerät und gibt bei Bedarf Schockimpulse über das Gewebe zum Herzen ab – ohne weitere Drähte in Blutgefäßen oder Herzen.

Der S-ICD wurde von der Fa. Boston Scientific in minimal invasiver Technologie entwickelt. Im April wurde ein solches System erstmalig im HERZZENTRUM NORDsee gemeinschaftlich von den Ärzten der stationären Abteilung Kardiologie der Klinik Husum unter Leitung von Dr. Christian Nottebrock und der Facharzt-Gemeinschaftspraxis Kardiologie Husum von Dr. Matthias Hoffmann und Kollegen implantiert.

Damit kommt in Husum ein weiteres innovatives Verfahren zur Regulierung von Herzrhythmus-Störungen zum Einsatz.

 

Diese Website benutzt ausschliesslich technisch notwendige Cookies. Wenn Sie die Website weiter nutzen, gehen wir von Ihrem Einverständnis aus.