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Klinikum Nordfriesland

Das Gesundheitsministerium in Kiel hat mit Schreiben vom 12. März 2020 Vorsichtsmaßnahmen verfügt, die das Klinikum Nordfriesland in den letzten Tagen bereits umgesetzt hat: Die Schließung der Kliniken für Besucher und die Absage aller Veranstaltungen.

Darüber hinaus wurde das Klinikum Nordfriesland – wie alle anderen Kliniken in Schleswig-Holstein auch – aufgefordert, sich verstärkt auf die Behandlung von Infektionspatienten vorzubereiten. „Dazu gehört, dass wir in den kommenden Tagen die Zahl der planbaren Eingriffe verringern werden. Dabei werden wir sehr genau darauf achten, dass für die Patienten keine gesundheitlichen Nachteile entstehen“, erläutert Stephan W. Unger, Geschäftsführer des Klinikums Nordfriesland. Für leichtere Fälle kann es dadurch allerdings zu Wartezeiten kommen. „Dafür bitten wir um Verständnis“.

Die betroffenen Patienten werden vom Klinikum angerufen und informiert. „Wir bitten sehr darum, von Nachfragen abzusehen, um unser Patientenmanagement und die Telefonzentralen zu entlasten“, so Stephan W. Unger.

Das Klinikum stellt klar, dass natürlich alle Notfälle weiter aufgenommen und behandelt werden.

Neben den bislang eingeleiteten Maßnahmen werden ab Montag auch keine ambulanten Behandlungen mehr in den Therapiezentren in Husum und Niebüll durchgeführt. Damit soll der Eintrag von Keimen in die Kliniken noch weiter reduziert werden. Das Therapiezentrum im Regionalen Gesundheitszentrum Tönning behandelt aber weiter Patienten.

Das Klinikum Nordfriesland bittet zudem darum, sich an das Besuchsverbot in den Kliniken zu halten. Nur in Ausnahmefällen – die mit dem behandelnden Arzt vorher abgestimmt werden müssen – darf jeweils eine Begleitperson mit in die Klinik. Ausnahmen können etwa die Begleitung eines Kindes, einer gehandicapten Person oder einer Schwangeren sein. Auch die Begleitung eines Sterbenden durch Familienangehörige fällt unter die Ausnahmeregelung.

Das Klinikum weist zudem darauf hin, dass alle ambulanten Termine in den Sprechstunden und MVZ-Praxen weiterhin Gültigkeit besitzen und die Patienten dafür natürlich auch in die Kliniken kommen können – allerdings möglichst unbegleitet. Auch bei ambulanten Patienten darf nur in Ausnahmefällen eine Begleitperson mit in die Praxis kommen.

Kleidung, Hygieneartikel, Bücher und sonstige praktische, kleinere Gegenstände für Patienten auf den Stationen werden im Eingangsbereich der Kliniken entgegen genommen und in beschrifteten Beuteln vom Personal zum Patienten gebracht. Dies gilt auch für den umgekehrten Weg: Kleidung oder andere Dinge, die nach Hause sollen, nehmen den umgekehrten Weg und können in den Sichtungsbereichen abgeholt werden.

„All diese Maßnahmen dienen dem Infektionsschutz von uns allen!“, wirbt der Geschäftsführer Unger um Verständnis und pragmatische Mitwirkung. „Eine dringende Aufforderung zum Schluss: Bitte nehmen Sie immer den Weg durch den Sichtungsbereich in den Haupteingängen der Kliniken. Seien Sie sich bitte Ihrer Verantwortung für den Infektionsschutz der Patienten, Besucher und auch Mitarbeiter bewusst.“

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