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Klinikum Nordfriesland

Seit der Covid-19-bedingten Einrichtung der Sichtungszone im Eingangsbereich der Klinik Husum ist es immer wieder zu Wartezeiten vor der Klinik gekommen. Die Erfassung der Besucherdaten und die Aufklärung über die notwendigen Hygieneregeln benötigt Zeit und damit Geduld. Aufgrund der jetzt einsetzenden dunkleren und nasseren Jahreszeit hat das Klinikum Nordfriesland zwei Veränderungen im Eingangsbereich der Klinik Husum vorgenommen.

Einerseits wurde in der Eingangshalle eine zweite Sichtungszone eingerichtet und mit Trennwänden abgeschirmt. Diese zweite Zone wird bei Bedarf zu den Zeiten geöffnet, an denen viel Besucherandrang herrscht. Diese Maßnahme soll die Wartezeiten und Warteschlangen verkürzen.

Andererseits wurde links vom Haupteingang ein größeres Zelt aufgebaut, so dass die Besucher und ambulanten Patienten jetzt trocken und etwas windgeschützter als bisher warten können. Im Zeitraum zwischen 6 Uhr am Morgen und 20 Uhr am Abend erfolgt der Zugang in die Klinik nunmehr durch dieses Zelt. Der „neue Weg" zum Haupteingang der Klinik Husum ist entsprechend ausgeschildert.

 

Nach drei anspruchsvollen und lehrreichen Jahren wurden Ende September insgesamt 20 Auszubildende in der Gesundheits- und Krankenpflege mit Zeugnis und Urkunde für ihre erfolgreich absolvierte Ausbildung belohnt.

In ihrer feierlichen Ansprache wandte sich die Schulleiterin des Bildungszentrums für Berufe im Gesundheitswesen, Maria Carstensen, ein letztes Mal in einer persönlichen Rede an die Absolventen und würdigte die hervorragenden Leistungen. „Sie haben etwas erreicht, was wir seit vielen Jahren nicht mehr erlebt haben: Alle Auszubildenden, die zur Prüfung angetreten sind, haben ihr Examen erfolgreich bestanden.“

Die letzten Monate vor dem Examen waren geprägt durch Unsicherheit, ob in der Pandemie die Prüfungen würden stattfinden können. Der Ausbruch von COVID-19 hat vieles im Prüfungsjahr durcheinander gewirbelt, aber auch verdeutlicht, wie wichtig der Pflegeberuf ist und welchen Stellenwert er sowohl im Gesundheitssektor wie auch allgemein in der Gesellschaft hat.

Die  Absolventen 2020

Jedes Jahr im Spätsommer / Frühherbst sind viele junge Menschen im Umfeld der Therapieschule Nord in Husum sehr aufgeregt und warten gespannt auf das, was auf sie zukommt: Auf der einen Seite sind dies die Auszubildenden im dritten Ausbildungsjahr, die nach einem theoretischen und praktischen „Prüfungsmarathon“ auf die Zielgerade in Form einer mündlichen Prüfung zusteuern. Sind diese Prüfungen geschafft, setzt eine große Erleichterung ein. So in diesem Jahr bei Jule Albertsen, Merle Boisen, Hasan Hamed, Alina Ilsenstein, Nanke Petersen, Lisann Pfennig, Gönke Siemßen und Sohela Sperling. Alle Acht haben die anspruchsvolle Ausbildung zum Physiotherapeuten erfolgreich absolviert und jeweils eine sich anschließende Anstellung in einer der umliegenden Physiotherapie-Praxen gefunden.

Auf der anderen Seite trifft dies auf die neuen Schüler zu, die nahezu direkt nach der feierlichen Verabschiedung der Absolventen in die Räumlichkeiten der Therapieschule Nord Einzug nehmen – gespannt auf das, was sie auf sie zukommen wird. Und das erste, was die große Zahl neuer Auszubildender erwartete, waren Schultüten, die zuvor die Lehrkräfte der Therapieschule gepackt hatten.

Die deutschlandweit steigenden Infektionszahlen mit Covid-19, die Ausweisung von immer mehr nationalen Risikogebieten und die steigende Zahl von „normalen“ Erkältungserkrankungen, gepaart mit einer deutlich nachlassenden Einhaltung der Hygiene-Regeln, bereitet den Verantwortlichen im Klinikum Nordfriesland große Sorgen.

„Wir beobachten leider, dass Besucher und ambulante Patienten in unseren Einrichtungen bereits nach Verlassen des Sichtungsbereiches oder im Patientenzimmer den Mund-Nasen-Schutz abnehmen“, so Geschäftsführer Stephan W. Unger. „Dies ist ein Verstoß gegen die Hygiene-Regeln in unseren Kliniken und Praxen. Viel schwerwiegender ist aber, dass diese Nachlässigkeit die Patienten und unsere Mitarbeiter gefährdet.“

Seit Oktober 2019 kommt in der Klinik Husum ein neues Konzept zur optimalen Schmerzbekämpfung nach einer Operation zum Einsatz. Speziell ausgebildete „Schmerz-Schwestern („Pain Nurses“) ergänzen die ärztliche Betreuung frisch operierter Patienten. Während täglicher „Schmerzvisiten“ sprechen sie gemeinsam mit den Patienten die individuelle Schmerztherapie ab.

So auch mit Steffen Becker. Der 39-jährige wurde vor kurzem mit heftigen Schmerzen im Unterbauch in die Klinik eingeliefert. Nach seiner Darm-OP wachte auf der Intensivstation aus der Narkose auf. Allerdings waren trotz intravenöser Gabe von Schmerzmitteln immer noch Schmerzen vorhanden. In der Schmerzvisite wurde entschieden, ihm einen Peridural-Katheter (PDK) zu legen. Dabei handelt es sich um einen dünnen und sehr feinen Kunststoffschlauch, der in örtlicher Betäubung am Rücken eingelegt wird. Die Katheterspitze wird an der Wirbelsäule vor dem eigentlichen Rückenmarksraum platziert.

Mit Beginn des Monats Oktober verfügen zusätzlich zwei leitende Oberärzte der Klinik Niebüll über eigene Sprechstunden: So bietet der Ltd. Oberarzt Dr. Anatoli Arndt eine Sprechstunde zur Abklärung des diagnostischen und therapeutischen Vorgehens bei medizinischen Fragestellungen im Bauchraum an („Viszeralchirurgie“). Das Spektrum der Sprechstunde liegt dabei zum Beispiel auf der chirurgischen Therapie von Leistenbrüchen, Schwierigkeiten mit dem Magen, der Galle, Leber und Bauchspeicheldrüse bis hin zu Fragestellungen rund um den Dickdarm, den Blinddarm aber auch den Enddarm.

Eine weitere Sprechstunde bietet der Ltd. Oberarzt Dr. Björn Birkenhauer an. Diese kann für zur Abklärung des diagnostischen und therapeutischen Vorgehens bei orthopädisch-rheumatologischen Fragestellungen genutzt werden. In seiner Sprechstunde finden alle Patienten Rat, die ein rheumatologisches Leiden haben, das Auswirkungen auf den Bewegungsapparat des Betroffenen haben.

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