Dysplasie-Sprechstunde an der Klinik Husum

Kompetent. Erfahren. Sicher.

Auf Überweisung eines Frauenarztes der Region bietet Chefarzt Dr. Michael Glaubitz eine „Dysplasie-Sprechstunde“ an. Dabei ist er Zellveränderungen auf der Spur, die ein Indiz für eine Krebsvorstufe sein könnten:

HPV-Virus & die möglichen Folgen

Ungefähr 80% aller Menschen kommen mit dem sog. „HPV-Virus“ in Kontakt, der in ca. 120 unterschiedlichen Typen auftreten kann. Ein Dutzend dieser Virentypen ist dahingehend gefährlich, da diese bei Mädchen bzw. Frauen den Gebärmutterhals befallen. Mehr als 90% dieser Infektionen verlaufen völlig ohne Symptome und heilen folgenlos wieder ab. Bei den restlichen 10% der Betroffenen können jedoch im weiteren Verlauf Zellveränderungen auftreten, die durch einen Abstrich erkannt werden können. Auch bei Vorliegen von Veränderungen ist eine Spontanheilung nicht selten. Nur ein kleiner Teil dieser Anomalien kann - wenn diese unbehandelt bleiben - nach Jahren zu einer Krebserkrankung des Gebärmutterhalses führen. Daher sollte diese Anomalie möglichst rechtzeitig erkannt und behandelt werden.

Vorsorgemöglichkeiten

Die Entnahme eines Abstrichs vom Gebärmutterhals ist ein wesentlicher Bestandteil der frauenärztlichen Krebsvorsorge-Untersuchung. Treten dabei wiederholt Auffälligkeiten auf, so ist eine weitere Abklärung, z.B. durch eine spezielle lupenoptische Betrachtung des Gebärmutterhalses – einer sog. „Kolposkopie“ – oder auch durch eine schonende Gewebeprobe-Entnahme sinnvoll. Diese Untersuchungen dienen dazu herauszufinden, ob eine Veränderung zunächst weiter beobachtet werden kann oder ob zur Vermeidung einer späteren Krebserkrankung ein Entfernen des auffälligen Gewebes erforderlich wird.

Spezielle Sprechstunde

Diese speziellen Untersuchungsmethoden – wie auch moderne, sehr gewebeschonende

Dr. Michael Glaubitz verfügt aufgrund seiner speziellen Ausbildung über alle erforderlichen Voraussetzungen zur Diagnosestellung und schonenden Behandlung solcher Veränderungen am Gebärmutterhals, der Scheide und dem Scheideneingang. Neben den speziellen Untersuchungsmethoden, wie der Kolposkopie und Techniken zur schonenden Gewebeprobe- und Abstrich-Entnahme, werden bei den Frauen, bei denen eine operative Behandlung erforderlich ist, auch moderne und spezielle Techniken angewendet:

Schonendes OP-Verfahren

Im Gegensatz zur herkömmlichen tiefen, kegelförmigen Ausschneidung des Gebärmutterhalskanals – der sog. Konisation – bietet die neue Technik, die mittels einer Hochfrequenzschlinge ohne Messer ambulant durchgeführt werden kann, viele Vorteile. So kann das erkrankte Gewebe sehr schonend entfernt werden, ohne dass unnötig gesundes Gewebe mit betroffen ist. Es blutet nicht und die Technik hinterlässt auf dem Gebärmutterhals keine Narben, so dass spätere Kontrolluntersuchungen problemlos möglich sind. Auch Komplikationen im Hinblick auf eventuelle Schwangerschaften und Geburten treten nach diesem Operationsverfahren deutlich seltener auf.

Impfung möglich

Zur Vermeidung einer  Infektion mit HPV-Viren steht eine Impfmöglichkeit zur Verfügung, mit der die Zellveränderungen und der daraus möglicherweise entstehende Gebärmutterhalskrebs sehr zuverlässig verhindert werden kann.

Unser Leistungsspektrum Gynäkologie