Der Magenbypass – „Roux-en-Y-Bypass“

 

Bei einer Magenbypass-Operation wird ein kleiner Vormagen vom restlichen Magen komplett abgetrennt und durch Nähte direkt mit dem Dünndarm verbunden. Dadurch werden Restmagen, Zwölffingerdarm und der oberste Teil des Dünndarms umgangen. Somit wird der Speisebrei erst zu einem späten Zeitpunkt mit den Verdauungssäften vermischt. Dabei gibt es zwei Effekte, die zu einer Gewichtsabnahme führen:

Einerseits können aufgrund des kleinen Vormagens nur geringe Mengen Nahrung aufgenommen werden, andererseits werden aufgrund des verkürzten Weges durch den Magen-Darm-Trakt auch bestimmte Nährstoffe nur noch in verringerter Form in den Körper aufgenommen werden, die sog. „Malabsorption“.

Das Magenbypass-Verfahren kommt in erster Linie für Patienten mit einem BMI-Wert >50 kg/m2 in Frage. Ebenso kann es in Betracht gezogen werden, wenn der Patient einen BMI < 50 kg/m2 hat, aber gleichzeitig an Diabetes erkrankt ist. 

Forschungsergebnisse belegen, dass bis zu 75% der Diabetes-Patienten mit einem Magenbypass geheilt werden können. Diese Wirkung wird dadurch erreicht, dass durch die beschriebene Verkürzung des Weges der Nahrung durch den Magen-Darm-Trakt hormonelle Stoffwechsel-Veränderungen einhergehen. Aufgrund dieses bemerkenswerten Effektes, der schon direkt nach der OP – also auch unabhängig von der Gewichtsabnahme – einsetzt, wurde für diese Operation auch der Begriff der „Metabolischen“ (Stoffwechsel-) Chirurgie eingeführt.

Der nach Magenbypass-OP zu erwartende Gewichtsverlust beträgt im Mittel ca. 65 % des Überschuss-Gewichtes. Der Eingriff birgt in der Frühphase nach der OP höhere Risiken als die Magenband-Operation. Langfristige Komplikationen durch den eigentlichen Eingriff sind seltener als nach Band-Operationen. Allerdings ist eine lebenslange Nachsorge mit regelmäßigen Kontrollen vieler Blutwerte erforderlich, um mögliche Mangelerscheinungen frühzeitig zu erkennen, die u.U. trotz der lebenslang notwendigen Nahrungsergänzung mit Vitaminen und Mineralien eintreten können.

Der Schlauchmagen – „Sleeve-Gastrektomie“

Der Omega-Loop Magenbypss

Das Magenband - „Gastric Banding“