Früherkennung durch Selbsttests
Je eher ein Tumor erkannt wird, desto größer sind die Chancen für eine erfolgreiche Therapie. Ein ganz wichtiger „Baustein“ für die Früherkennung ist die Selbstuntersuchung, die monatlich in der 1. Zyklushälfte erfolgen sollte. Dabei sollte auf verstärkte Größenunterschiede und/oder Formveränderungen der Brüste geachtet werden. Ebenso können Veränderungen der Brustwarze oder der Haut ein Alarmsignal sein. Zudem ist regelmäßig zu prüfen, ob die Achselhöhlen und Schlüsselbeingruben normal geformt sind und ob die Armumfänge gleich sind. Sind entsprechende Veränderungen eingetreten, so sollte der Frauenarzt zu Rate gezogen werden. Dieser wird dann weitere diagnostische Untersuchungen durchführen oder veranlassen.
Mammographie
Mit Hilfe der Mammographie, einem auf der Anwendung von Röntgenstrahlen basierenden Diagnoseverfahren, können Veränderungen im Gewebe der weiblichen Brust am sichersten erkannt und dargestellt werden. Die dabei entstehende Strahlenbelastung ist ungefähr mit derjenigen zu vergleichen, die bei einem Fernflug z.B. nach Hawaii entstehen würde. Das Brustdrüsengewebe wird dabei mit zunehmendem Alter unempfindlicher gegenüber der Strahlung.
In der Klink Husum steht seit Mitte 2006 eines der modernsten Mammographiegeräte, das sich durch seine universelle Einsetzbarkeit in der Bilddiagnostik und bei mammographisch gesteuerten Gewebeentnahmen oder Tumormarkierungen auszeichnet. Bei geringst möglicher Strahlendosis können auch in schwierigen Situationen hervorragende Aufnahmen gemacht werden. Dank digitaler Technik ist eine exakte Lokalisation von verdächtigen Bereichen möglich. Über ein vergleichbares Gerät verfügt auch die Klinik in Niebüll.
Sonographie
Diese Untersuchungen, die in der Klinik Husum standardmäßig in einer hochauflösenden Technik (10-12 MHz) eingesetzt werden, sind eine wirkungsvolle Ergänzung zur Mammographie. Die Sonographien sind frei von Belastungen durch Röntgenstrahlen und können daher auch problemlos während der Schwangerschaft und Stillzeit eingesetzt werden. Besonders vorteilhaft sind Ultraschalluntersuchungen bei „dichtem“ (jugendlichem) Drüsengewebe.
Gewebeproben
Nur die Analyse einer Gewebeprobe kann die endgültige Klarheit darüber bringen, ob eine Geschwulst gut- oder bösartig ist. Die Klinik Husum führt verschiedene Techniken zur Gewebeentnahme durch: von der Feinnadelpunktion bei einer sicht- oder tastbaren Geschwulst über sog. Stanzbiopsien oder Vakuum-Saugbiopsien bis hin zur offenen Biopsie, bei der im Rahmen eines operativen Eingriffs ein auffälliger Gewebeteil entfernt wird.
Bei der Stanzbiopsie und Vakuum-Saugbiopsie werden zwei Röntgenaufnahmen der Brust aus unterschiedlichen Winkeln angefertigt, um die Lage der Gewebeveränderung räumlich exakt (stereotaktisch) zu ermitteln. Mit Hilfe eines Computers wird die Punktionsstelle genau bestimmt und das Biopsiegerät entsprechend positioniert. Bei der Stanzbiopsie ist neben dieser röntgengesteuerten auch eine Steuerung der Punktionsnadel mit Hilfe der Sonographie möglich. Diese Techniken werden in der Husumer Klinik vorrangig angewendet. 
Operationsverfahren
In Husum werden durch das Team um Dr. Michael Glaubitz sehr schonende Operationsverfahren eingesetzt. Durch die genaue Lokalisation des Tumors können inzwischen bei über 70% der betroffenen Patientinnen brusterhaltende Operationen durchgeführt werden. Zuvor wird eine sog. „Schnellschnittuntersuchung“ durchgeführt, um u.a. den Umfang des Eingriffes genau festzulegen. Ein entnommenes Gewebestück wird gefroren in dünne Scheiben geschnitten und unter dem Mikroskop durch einen Pathologen untersucht. Sofern die Zustimmung durch die Patientin erteilt wurde, kann der Schnellschnitt und die eigentliche Operation während ein und desselben OP-Termins durchgeführt werden. Aufgrund der Krebserkrankung ist zudem jeweils die Entnahme von Lymphknoten aus der Achselhöhle erforderlich.
Durch diese notwendigen Operationen kommt es zu mehr oder weniger großen Veränderungen an der betroffenen Brust. Diese können mit Hilfe spezieller chirurgischer Techniken an der Husumer Klinik korrigiert werden.

Chemotherapie
Da durch den Brustkrebs bereits Krebszellen in den gesamten Körper gelangt sind, ist die Behandlung mit der Operation nicht beendet. Es muss sich eine Chemo-, Hormon- oder Antikörpertherapie zur Bekämpfung dieser Zellen anschließen. Diese Therapien können ebenfalls an der Husumer Klinik erfolgen. Entscheidende Richtschnur für die Therapieplanung ist dabei das individuelle Risiko für das örtliche Wiederauftreten der Krankheit oder die Ausbreitung der Krebszellen im Körper. Nach Analyse dieses Risikos entscheiden die Klinikärzte, welche Therapie mit welchen Wirkstoffen angewendet werden soll. Dabei kommen Medikamente zum Einsatz, die die Zellteilung in unterschiedlichen Phasen stören. Durch diese sog. Zytostatika gehen die Krebszellen zugrunde.
Erfolgsaussichten
Durch diese geschilderten Therapien wird erreicht, dass zahlreiche Frauen entweder geheilt oder deutlich länger von einem Wiederauftreten des Tumors verschont werden und viele Lebensjahre hinzugewinnen. Dies konnten Studien, an denen auch die Klinik Husum teilnahm, zeigen.
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