Klinikum Nordfriesland Adipositas Zentrum Nord — Chirurgische Verfahren - Magenband |
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Leitender Arzt Programmarzt OPTIFAST® Sekretariat Selckstr. 13 |
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Die Implantation eines Magenbandes ist eine der drei Standardmethoden in der aktuellen Adipositas-Chirurgie. Es kommt vor allem für viele Patienten mit BMI-Werten unter 50 kg/m2 und ohne Diabetes mellitus in Frage, da es mit Abstand die geringsten Risiken im Hinblick auf OP und Narkose bietet. Dabei bildet das aus Silikon bestehende Band eine künstliche Engstelle zwischen einem sehr kleinen "Vormagen", also weit oben am Magen kurz hinter dem Mageneingang, und dem restlichen Magen. Der kleine Vormagen ist rasch gefüllt und führt dann bereits kurz nach Beginn der Mahlzeit zu einem Völle- und Sättigungsgefühl. Das Magenband verbleibt für den Rest des Lebens im Körper. Ein großer Vorteil dieser Methode liegt darin, dass das Band durch einen dünnen Schlauch mit einem unter der Bauchdecke liegenden „Port“ verbunden ist. Über diesen kann das Band individuell eingestellt werden: Durch Einspritzen bzw. Entfernen von Kochsalzlösung kann es jederzeit enger bzw. weiter gestellt (justiert) und so als einziges adipositas-chirurgisches Verfahren den aktuellen und individuellen Bedürfnissen angepasst werden. Ein Vorteil liegt auch darin, dass durch die operative Entfernung des Magenbandes annähernd der frühere anatomische Zustand wieder hergestellt werden kann (sog. Reversibilität). Eine Verringerung des Überschuss-Gewichtes um im Mittel ca. 50 % ist auch langfristig für 70 % der Magenband-Patienten zu erwarten. Vorausgesetzt, das Essverhalten wird bestmöglich den Vorgaben, die das Band macht, angepasst. Diese Einschränkung gilt aber in gleicher Weise für alle adipositas-chirurgischen Verfahren. Kommt es dennoch langfristig zu mechanischen Problemen mit dem Band, so kann dies zu Folge-Eingriffen führen, z. B. zur Bandentfernung oder zur Umwandlung in einen Magenbypass.
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Klinikum Nordfriesland |